vergrößernverkleinern
Thierry Neuville verbesserte sich in der WM auf den sechsten Platz
Thierry Neuville verbesserte sich in der WM auf den sechsten Platz © xpbimages.com

Thierry Neuville erobert bei der Rallye Sardinien trotz vieler Probleme seinen zweiten Podestplatz in diesem Jahr - Viele technische Schwierigkeiten bei Dani Sordo

Hyundai eroberte bei der Rallye Italien auf der Mittelmeerinsel Sardinien zwei Podestplätze. Hayden Paddon zeigte die beste Leistung seiner WRC-Karriere und wurde nach langer Führung Zweiter. Thierry Neuville kam als Dritter ins Ziel, musste aber viele Probleme meistern. Noch größere Schwierigkeiten hatte Dani Sordo, der im Endergebnis den 20. Platz belegte. In der Marken-WM ist Hyundai auf dem dritten Platz, nur zwei Punkte hinter Citroen.

Neuville verlor schon am Freitagvormittag Zeit durch einen Reifenschaden. Später starb ihm einmal der Motor ab. Am Nachmittag verlor das Triebwerk wegen eines gebrochenen Turbos Leistung. Am Samstag gab es Schwierigkeiten mit der Servolenkung. Neuville und sein Co-Pilot versuchten den Schaden zu reparieren und kamen deshalb vier Minuten zu spät zu WP13. Dafür gab es eine Zeitstrafe von 40 Sekunden. Trotzdem holte er sich in WP16 die Bestzeit.

Am Sonntag brachte der Belgier den dritten Platz ins Ziel. Nach Rang zwei in Schweden war es sein zweiter Podestplatz in diesem Jahr und sein fünfter insgesamt für Hyundai. "Es war natürlich kein einfaches Wochenende. Dass wir dann trotzdem auf dem Podest stehen, ist natürlich großartig", sagt Neuville. "Ich freue mich auch für das Team, denn alle haben hart gearbeitet. Vom ersten Tag an waren die Prüfungen eine Herausforderung. Für das Auto und auch vom Fahren her war es hart."

"Wir hatten einige Probleme, aber das Team hat sehr gut gearbeitet, damit das Auto weitergelaufen ist. Allgemein gesehen war es ein konkurrenzfähiges Wochenende für das Team. Ich konnte eine Bestzeit aufstellen und fuhr auch weitere gute Zeiten", bewertet der Belgier die Leistung. "Wir haben manchmal von der Startposition profitiert, aber wir können stolz auf unsere Performance sein. Wir blieben konzentriert und haben uns auf das Podest gearbeitet."

Trotzdem konnte Hyundai nicht mit Volkswagen und vor allem Ogier mithalten. Paddon profitierte von seiner Startposition. Außerdem gab es diverse technische Schwierigkeiten. Deshalb sieht Neuville noch viel Arbeit: "Wir müssen Testfahrten absolvieren. Ich habe mich bei den vergangenen Rallyes nicht so gut gefühlt. Wir haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Tests für Finnland werden helfen, die Tests für Polen sind schon absolviert. Wir brauchen etwas mehr Vertrauen."

Während Neuville trotz der Probleme einen Podestplatz retten konnte, lief die Rallye für Sordo zum Vergessen. Am Freitag brach der hintere Stabilisator und in der letzten Prüfung verlor der Spanier durch einen Unfall ein Rad und musste aufgeben. Er nahm die zweite Etappe am Samstag nach Rallye-2-Regel wieder auf und musste vor WP14 wegen eines Benzinlecks erneut aufgeben. Den kurzen Sonntag fuhr Sordo nach Rallye-2-Regel.

"Zunächst muss ich sagen, dass es für Hyundai ein positives Wochenende war, obwohl es für mich persönlich enttäuschend verlief", meint der Routinier enttäuscht. "Wir hatten das Potenzial für einen Podestplatz, aber es gab an allen Tagen Probleme. Am Samstag bekam ich eine Strafe von zehn Sekunden (Frühstart am Donnerstag; Anm. d. Red.) und schieden dann wegen technischer Probleme aus. Am Ende konnte ich ein paar Punkte für die Marken-WM sammeln."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel