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Sebastien Ogier holte in den vergangenen beiden Jahren den Sieg auf Sardinien
Sebastien Ogier holte in den vergangenen beiden Jahren den Sieg auf Sardinien © Volkswagen

Die drei Polo R WRC im Shakedown zur Rallye Italien auf den Plätzen vier, fünf und acht - Ogier/Ingrassia und Latvala/Anttila mit identischer Zeit

Es wird heiß auf Sardinien - Volkswagen hat sich im "Freien Training" am Donnerstag optimal auf den Start bei der Rallye Italien vorbereitet. Beim sechsten Saisonlauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) setzten Sebastien Ogier/Julien Ingrassia und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila identische Zeiten und beendeten den 2,50 Kilometer langen Shakedown auf den Plätzen vier und fünf. Andreas Mikkelsen/Ola Flöne komplettierten mit dem dritten Polo R WRC das Teamergebnis als Achte.

Die Rallye Italien auf Sardinien zählt zu den heißesten Rallye-WM-Läufen des Jahres - mit Außentemperaturen oberhalb der 30-Grad-Marke, was die Temperaturen in den World Rally Cars noch deutlich höherschnellen lässt. Auf den teils engen, verwundenen Wertungsprüfungen müssen die Fahrer auch auf das Material achtgeben - das Einteilen des Verschleißes von Reifen und Bremsen könnte deshalb zum mitentscheidenden Thema des sechsten Rallye-WM-Laufs werden. Die Rallye Italien startet mit der ersten Wertungsprüfung am Donnerstagabend in Cagliari.

Sébastien Ogier: "Der Shakedown lief gut für uns, der Polo R WRC ist bestens in Schuss für die Rallye Italien. Und auch Julien und ich sind optimal vorbereitet für eine der härtesten Rallyes dieses Jahres. Bei den aktuellen Temperaturen von mehr als 30 Grad im Schatten wird es hier auf Sardinien im Cockpit mit Sicherheit extrem heiß. Für uns heißt das, physisch ans Limit zu gehen. Aber auch die Streckenbedingungen sind dieses Mal sehr technisch und deutlich anspruchsvoller als im Vorjahr. Wir werden wie immer unser Bestes geben und schauen, wofür es am Ende reicht."

Jari-Matti Latvala: "Ich freue mich auf die Rallye hier auf Sardinien und versuche sie entspannt, aber gleichzeitig voll konzentriert anzugehen. Ich mag das Flair und die Atmosphäre. Die Temperaturen sind sehr sommerlich. Aber es wird nicht nur deshalb richtig heiß. Wir haben uns im Shakedown gut auf die Rallye Italien vorbereitet. Sie ist in diesem Jahr sehr technisch, mehr noch als im vergangenen Jahr. Es sind ein paar wirklich wunderschöne und herausfordernde Wertungsprüfungen dabei. Wir haben heute gleich in einen guten Rhythmus dafür gefunden - von mir aus kann es also losgehen."

Andreas Mikkelsen: "Der Shakedown war eine Mischung aus vielen für die Rallye auf Sardinien typische Wertungsprüfungen. Es war sehr staubig und die Sicht damit erschwert. Es gab eine Menge losen Schotter, der mit jedem weiteren Auto abgetragen wurde und den Grip verbesserte. Man kann den Unterschied sehr gut zwischen dem ersten, zweiten und dritten Durchgang an den Zeiten erkennen."

"Wir werden uns morgen und übermorgen in dieser Hinsicht als eine der ersten Starter auf der Strecke einer zusätzlichen Herausforderung gegenübersehen. Zudem stehen viele Wertungsprüfungen auf dem Programm, die sehr hart für das Material sind - teilweise härter als in Argentinien. Es wird also eine alles andere als leichte Rallye für alle. Das heißt aber nicht, dass ich mich nicht dennoch sehr auf sie freue."

Jost Capito (Volkswagen Motorsport-Direktor): "Der Shakedown ist stets die letzte Standortbestimmung, bevor eine Rallye in die Vollen geht. Mit dem Ergebnis hier in Italien sind wir zufrieden, denn mit Sebastien und Jari-Matti haben zwei unserer Volkswagen-Piloten die gleiche Zeit absolviert, sie lagen dabei nur minimal hinter unserer direkten Konkurrenz. Und auch Andreas Mikkelsen ist in unmittelbarer Reichweite zur Spitze geblieben und hat seinen Rhythmus schnell gefunden. Zudem haben sich alle drei Fahrer und Beifahrer auf die sehr speziellen Bedingungen der Rallye auf Sardinien gut eingestellt. Was das wert ist, wird sich dann auf den langen Tagen am Freitag und Samstag herausstellen."

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