vergrößernverkleinern
Volkswagen hat den Grundstein für den nächsten großen Erfolg gelegt
Volkswagen hat den Grundstein für den nächsten großen Erfolg gelegt © Volkswagen

Frühe Volkswagen-Dreifachführung bei Highspeed-Festival der Rallye Polen - Ogier, Mikkelsen und Latvala gewinnen fünf von neun Wertungsprüfungen

Mit dem Herz in der Hand zur Dreifachführung - Volkswagen hat beim Vollgas-Spektakel der Rallye Polen am ersten Tag die Plätze eins, zwei und drei erobert. Sebastien Ogier/Julien Ingrassia, Andreas Mikkelsen/Ola Flöne und Jari-Matti Latvala/Miikka Anttila trennen nach 155,04 von 313,53 Prüfungskilometern gerade einmal 10,8 Sekunden oder umgerechnet 359,13 Meter.

Und das bei einem Durchschnittstempo knapp unterhalb der 120-km/h-Marke, was von den Fahrern höchste Entschlossenheit und Vertrauen ins Auto verlangt. Zur geschlossenen Teamleistung trugen alle drei Volkswagen-Duos bei - mit Bestzeiten für das Rekordbuch des Polo R WRC. Insgesamt schlugen sechs von zehn möglichen Prüfungsbestzeiten für Wolfsburg zu Buche. Über weite Strecken des ersten Rallye-Tages lieferten sich Ogier, Mikkelsen und Latvala einen packenden Kampf um die Führung mit Ott Tänak/Raigo Mölder (M-Sport-Ford).

Er ist vor den kommenden zehn Wertungsprüfungen am Samstag und Sonntag mit 5,9 Sekunden Rückstand der dichteste Verfolger des Volkswagen-Trios. Der Freitag verdiente das Prädikat "typisch Rallye Polen": Viele Vollgas-Strecken über Feld- und Wirtschaftswege sowie vereinzelte Abschnitte durch Wälder und Ortschaften bei handverlesenen Abzweigen sorgten für den erwarteten Tempo-Rausch.

Bereits die erste WP des Freitags - "Gorklo" - bildete mit 131,09 km/h Durchschnittstempo die schnellste WP der Rallye-WM-Saison 2015 und lag knapp unterhalb der schnellsten WP der jüngeren WM-Geschichte. Die datiert aus dem Vorjahr an gleicher Stelle: Seinerzeit betrug auf der am Samstag leicht verändert ausgetragenen Sonderprüfung "Wieliczki" das mittlere Tempo 136,88 Kilometer pro Stunde.

Sebastien Ogier: "Ein klasse Tag für Julien und mich hier bei der Rallye Polen - aber auch ein ganz schön anstrengender. Wir haben wie immer alles gegeben und sind zufrieden. Die Prüfungen rund um Mikolajki sind wirklich extrem schnell, vielleicht die schnellsten in der gesamten Saison. Dazu war es am Morgen immer noch etwas rutschig. Da braucht man ein gefühlvolles Händchen am Steuer. Unsere Reifenwahl war auf der Nachmittagsschleife vielleicht nicht ganz perfekt, aber wir haben das Optimum aus dem Tag herausgeholt."

Jari-Matti Latvala: "Am Vormittag habe ich mich noch ein wenig schwer getan, meinen Rhythmus zu finden, war hier und da vielleicht zu vorsichtig und konnte die Geschwindigkeit meiner beiden Teamkollegen nicht ganz mitgehen - vor allem Andreas hat es ganz schön fliegen lassen. Am Nachmittag war die richtige Reifenwahl dann der entscheidende Faktor. Ich bin mit meiner Entscheidung, zwei harte Reifen mitzunehmen, gut gefahren. Ein Lob an Michelin, die Reifen haben wirklich gut funktioniert. Der Zeitabstand zwischen den ersten Drei beträgt jetzt ein bisschen mehr als zehn Sekunden. Da ist noch alles drin."

Andreas Mikkelsen: "Bei der Rallye Polen ist genau das gefragt, was wir vorhergesagt haben: viel Vollgas. Wir waren von Beginn an im richtigen Rhythmus und haben aus den Bedingungen, die für uns herrschten, das Maximum herausgeholt. Leider habe ich aber auch einen Fehler auf der siebten Wertungsprüfung eingebaut und etwa drei, vier Sekunden bei einem Ausritt in ein Feld eingebüßt. Abgesehen davon bin ich höchstzufrieden damit, wie der Tag gelaufen ist. Der Ausgang der Rallye ist weit offen und wir haben alle Chancen, hier ein Top-Resultat zu feiern. Die Abstände sind verglichen zum Tempo und zur der zurückgelegten Distanz nichts. Ich freue mich auf morgen und weitere spannende Duelle."

Jost Capito (Volkswagen Motorsport-Direktor): "Spannender geht's kaum. Die Rallye Polen hält das, was sich die Fans davon versprochen haben. Sie ist enorm schnell und verlangt den Fahrern und Beifahrern Mut und Können ab. Nach über 150 Kilometern Vollgas trennen die ersten Drei gerade einmal 350 Meter. Dass drei unserer Fahrer vorn sind, ist aus Volkswagen-Sicht natürlich erfreulich aber ganz sicher kein Grund, sich entspannt zurückzulehnen. Das Gegenteil ist angesagt. Und wir werden alles dafür geben, unsere Gegner auf Distanz zu halten. Ein besonders Kompliment möchte ich an unsere Mechaniker und Ingenieure richten: Sie haben die drei Polo R WRC perfekt vorbereitet und sie haben knapp die Hälfte der Distanz ohne Service problemfrei absolviert."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel