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Walter Röhrl ist der einzige deutsche Rallye-Weltmeister (1980, 1982)
Walter Röhrl ist der einzige deutsche Rallye-Weltmeister (1980, 1982) © xpb.cc

Rallye-Legende Walter Röhrl geht mit Robert Kubica hart ins Gericht: Er muss begreifen, dass der Rallye-Sport anders als Rundstreckenrennen ist

In jüngerer Vergangenheit versuchten zwei Fahrer den Umstieg vom Formel-1-Boliden in die Rallye-Weltmeisterschaft. Kimi Räikkönen startete in den Jahren 2010 und 2011 in der WRC. Ein fünfter Platz war sein bestes Ergebnis. Seit 2013 versucht Robert Kubica eine Rallye-Karriere aufzubauen. Der Titel in der WRC2-Klasse (2013) war bisher sein größter Erfolg. Für beide gestaltete sich der Umstieg als schwierig. Rundstreckenrennen und der Rallye-Sport haben soviel gemeinsam wie Fußball und Basketball.

Räikkönen und Kubica zeigten oft, dass sie auch im Rallye-Boliden schnell sein können und eine außergewöhnliche Fahrzeugbeherrschung besitzen, doch Zwischenfälle und Unfälle wirbelten auch medial viel Staub auf. "Ich hatte Angst, dass sich Kubica beim Rallye-Sport umbringt", meint Rallye-Legende Walter Röhrl bei 'SPOX'. "Das hat er bei jeder Rallye durch sein Tun unterstützt." In der Rallye-WM ist der letzte tödliche Unfall schon einige Jahre her.

Bei der Rallye Großbritannien 2005 starb Co-Pilot Michael Park, nachdem der Wagen gegen einen Baum geprallt war. Auch wenn viel für die Sicherheit getan wird, zählt der Rallye-Sport zu den gefährlichsten. "Er muss begreifen, dass es etwas anderes ist als Rennsport. Dort sind die letzten 20 Jahre die Sicherheitszonen immer größer geworden", setzt Röhrl, selbst zweifacher Rallye-Weltmeister, seine Kritik fort.

"Beim Rallye-Sport steht der Baum an der gleichen Stelle wie vor 30 Jahren. Da ist irgendwann die Rübe ab. In Polen ist er jetzt ohne größeren Überschlag als Achter angekommen. Anscheinend hat er begriffen, dass er sich langsam zur Realität vortasten muss. Die schlimmsten Unfälle hat er vielleicht schon überlebt." In eineinhalb Jahren in der Topliga WRC kann Kubica bisher fünf Top-10-Ergebnisse vorweisen.

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