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Mads Östberg fuhr in diesem Jahr in jeder Rallye in die Top 10
Mads Östberg fuhr in diesem Jahr in jeder Rallye in die Top 10 © xpbimages.com

Citroen-Sportchef Yves Matton gibt seinen Fahrern freie Hand: Mads Östberg fährt in Finnland auf das Podest - Kris Meeke steht trotz Ausfall nicht infrage

Kris Meeke und Mads Östberg fahren derzeit um ihre Zukunft bei Citroen. Die Rallye Finnland brachte für den französischen Hersteller einmal mehr gemischte Ergebnisse. Das Duo lag zunächst lange auf den Plätzen drei und vier. Volkswagen war aber deutlich schneller unterwegs, nur Meeke konnte eine Bestzeit (WP7) aufstellen. Am Samstagnachmittag ging für den Briten alles schief. In WP16 traf er einen Baum und beschädigte sich die Vorderradaufhängung seines DS3.

Das bedeutete den Ausfall. Am Samstag konnte Meeke noch einen Punkt in der Powerstage mitnehmen. Auf der anderen Seite fuhr Östberg eine unauffällige Rallye, hielt sich aber aus allen Problemen heraus. Den Speed von Volkswegen konnte der Norweger nie mitgehen, aber da andere Fahrer reihenweise in Schwierigkeiten steckten, sprang für Östberg ein dritter Platz heraus. Damit ist er weiterhin der einzige Fahrer, der alle Saisonläufe in den Top 10 beendet hat.

Und wie bewertet Citroen-Motorsportchef Yves Matton die Leistung seiner Fahrer? "Wir haben sie an diesem Wochenende ihre eigene Strategie aussuchen lassen. Sie haben ihre Fähigkeiten gezeigt, dass sie auf diesen Straßen sehr schnell sein können. Kris und Mads haben demonstriert, dass sie in Finnland vorne dabei sein können. Die Arbeit des gesamten Teams hat sich ausgezahlt", spricht Matton den Test im Vorfeld der Rallye an.

Auch wenn Meeke am Ende nur 17. wurde, legte er ein etwas höheres Tempo als Östberg an den Tag. "Wir haben gezeigt, dass wir konkurrenzfähiger als im Vorjahr waren. Die Veränderungen beim DS3 waren sehr positiv und wir sind der Spitze nähergekommen", unterstreicht der Brite die erfreulichen Aspekte des Wochenendes. Trotzdem ist es "immer frustrierend", wenn man kein gutes Ergebnis holen kann. "Es war aber gut, einen Punkt in der Powerstage mitzunehmen."

Teamchef Matton hatte Meeke im Vorfeld der Rallye heftig kritisiert, steht aber hinter seinem Fahrer: "Der Fehler von Kris stellt ihn nicht in Frage. Beide Fahrer werden auch in Deutschland und in Australien ihre eigene Taktik wählen können." Mit dem dritten Platz von Östberg festigte Citroen den zweiten Rang in der Marken-Weltmeisterschaft.

Die sichere Herangehensweise von Östberg war bei einer schwierigen Rallye wie Finnland für ein Ergebnis richtig. Volkswagen kann mit dieser Taktik aber nicht angegriffen werden, wie auch sein Rückstand von 1:23 Minuten zeigt. Trotzdem ist der Norweger zufrieden: "Es war ein gutes Wochenende. In Polen hatte ich große Mühe, aber jetzt habe ich das Ruder herumgeworfen. Okay, ich konnte zwar nicht ganz vorne mitkämpfen, aber ich konnte Druck für das Podium machen. Am Ende habe ich es geschafft!"

Trotzdem gesteht Östberg ein, dass er gegen Volkswagen chancenlos war: "Mir ist keine einzige perfekte Prüfungen gelungen. Ich habe es oft versucht, aber das letzte Tick war sehr schwierig. Manchmal übertrieb ich es auch, aber ich wollte nichts zerstören. Ich wollte die Punkte mitnehmen und clever sein. Ich wusste, dass ich hier für die nächsten Asphalt-Rallyes Selbstvertrauen tanken musste." Östberg gilt nicht als Asphalt-Spezialist.

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