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Stephane Lefebvre konnte mit Platz 10 beim ersten WRC-Start zufrieden sein
Stephane Lefebvre konnte mit Platz 10 beim ersten WRC-Start zufrieden sein © Citroen Racing

Citroen-Teamchef Yves Matton ist nach der Rallye Deutschland nur mit dem starken WRC-Debüt von Junior Stephane Lefebvre wirklich zufrieden

Im Lager von Citroen gab es bei der Rallye Deutschland, dem neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2015, nur einen Gewinner. Und das war ausgerechnet der Neuling Stephane Lefebvre, der sich bei seinem ersten Start im DS3 WRC mit einer fehlerfreien Fahrt und starken Einzelzeiten in Szene setzte und dafür mit einem WM-Punkt belohnt wurde. Die Stammfahrer Kris Meeke und Mads Östberg bereiteten Teamchef Yves Matton hingegen weniger Freude.

Und so wollte Matton nach der Rallye vor allem über den 23-jährigen amtierenden Junior-WRC-Champion sprechen. "Stephane ist eine beeindruckende Rallye gefahren, die sicherlich viele Beobachter überrascht hat", sagt Matton. "Er hat die Anweisungen des Teams genau befolgt und ein Resultat abgeliefert, das unsere Erwartungen übertroffen hat. Einige WP- und Zwischenzeiten waren sehr interessant. Wir werden ihn weiter unterstützen."

Auch Lefebvre, dessen DS3 WRC mit der Red-Bull-Lackierung an die Autos seines Mentors Sebastien Loeb erinnerte, war mit seinem WRC-Debüt mehr als zufrieden. "Das Ziel war, in die Top 10 zu fahren. Das ist mir so gerade gelungen, und so habe ich meinen ersten Punkt in der Weltmeisterschaft gewonnen", freut sich Lefebvre.

Kris Meeke erneut mit folgenschwerem Fehler

"Mit steigender Anzahl der Prüfungen haben wir uns immer mehr gesteigert und den Rückstand auf die Führenden verringert. Es war ein gutes Wochenende, an dem wir keine großen Fehler gemacht haben. Ich konnte so viele Erfahrungen sammeln und hoffe, dass es der Start eine langen Serie im DS3 WRC war", so er Franzose.

Deutlich trister war die Stimmung bei seinen Teamkollegen. Meeke vergab bei der vierten Rallye in Folge durch einen Fahrfehler die Chance auf ein gutes Resultat und muss mehr denn je um seine Zukunft bei Citroen zittern. Mit Platz vier nach den ersten fünf Wertungsprüfungen hatte der Nordire zwar wieder einmal seinen Speed unter Beweis gestellt, doch dann kam er bei der sechsten Wertungsprüfung von der Straße ab und beschädigte dabei die linke Hinterradaufhängung seines Autos.

Durch den Defekt verlor Meeke über zehn Minuten und damit die Chance auf ein Top-10-Resultat. "Nachdem wir mit unserem Fehler am Freitag die Chance auf ein gutes Resultat vergeben hatten, mussten wir uns andere Quellen der Motivation suchen. Nach drei Kilometern der Powerstage fühlte ich mich sicher und habe dann entschieden, um ein paar Punkte zu kämpfen", so Meeke. Das gelang ihm mit der zweitschnellsten Zeit, konnte ihn aber kaum trösten.

Östberg bleibt auf Aspahlt blass

"Das war ein gutes Ende, aber insgesamt war es ein enttäuschendes Wochenende. Ich werde weiter daran arbeiten, solche Fehler zu vermeiden", sagt Meeke. Matton kommentierte die Leistung des Nordiren wie folgt: "Kirs Meeke hat gezeigt, dass er auf Asphalt und Schotter konkurrenzfähig ist. Leider hatte sein Fehler, auch mit Blick auf das Gesamtergebnis des Teams, weitereichende Folgen." Durch den Fehler von Meeke und die Plätze vier und fünf von Dani Sordo und Thierry Neuville verlor Citroen Rang zwei in der Konstrukteurswertung an Hyundai.

Östberg zeigte, wie meist auf Asphalt, eine zurückhaltende Leistung und kam trotz einer weitgehend fehlerfreien Fahrt nicht über Position sieben hinaus. "Ich hatte ein gutes Gefühl im Auto und habe mich während der Rallye stetig verbessert. Auf jeder Prüfung wurde ich schneller. Ich bin mit meiner Fahrt auf Asphalt recht zufrieden, auch wenn der siebte Platz nicht das ist, was wir uns am Start erwartet hatten", sagt er.

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