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Mit den Plätzen vier und fünf in Deutschland ist Hyundai zufrieden
Mit den Plätzen vier und fünf in Deutschland ist Hyundai zufrieden © xpbimages.com

Dani Sordo und Thierry Neuville stellen sich bei der Rallye Deutschland ganz in den Dienst des Teams und sichern Hyundai wichtige Punkte für die Herstellerwertung

Hinter dem umjubelten Dreifacherfolg von Volkswagen war Hyundai bei der Rallye Deutschland, dem neunten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2015, die zweite Kraft. Zwar gelang es Dani Sordo und Thierry Neuville nicht, den Doppelerfolg aus dem Vorjahr zu wiederholen, doch mit den Positionen vier und fünf gewannen Sordo und Neuville 22 wichtige Punkte für die Herstellerwertung. Dort verdrängte Hyundai Citroen vom zweiten Platz.

Diesem Ziel ordneten Sordo und Neuville in der Schlussphase der Rallye ihre persönlichen Interessen unter. Bis zum Samstagnachmittag hatten beide offen um den vierten Platz gekämpft und dabei mehrfach die Positionen gewechselt, doch dann ermahnte Teamchef Michel Nandan seine Fahrer, das Teamergebnis nicht durch zu viel persönlichen Ehrgeiz zu gefährden.

"Das war ein gutes Wochenende, ich freue mich über den starken vierten Platz und den Punkt bei der Powerstage", sagt Sordo, der bei der Powerstage die drittschnellste Zeit fuhr. "Wir sind es am Ende ruhig angegangen, denn das Ziel war für Thierry und mich, die Punkte für die Meisterschaft mitzunehmen."

Auch Teamkollege Neuville war mit dem Wochenende in Deutschland ganz zufrieden sein. "Gestern (am Samstag; Anm. d. Red.) hatte ich bei einigen Prüfungen keinen perfekten Rhythmus. Da war Dani stärker, und das hat den Unterschied ausgemacht", erklärt der Belgier die Vorentscheidung im Teamduell. "Ich will nun bei den nächsten Rallyes auf diese Form aufbauen."

"Wir haben die Ziele, die wir uns vor der Rallye Deutschland gesetzt haben, erreicht, daher bin ich mit dem Ergebnis zufrieden", zieht auch Teamchef Nandan ein positives Fazit. "Wir sind nur wieder Zweiter in der Konstrukteurswertung, müssen diesen Schwung mitnehmen und unsere Position bei den nächsten Rallyes festigen. Dani und Thierry waren beide in guter Form, haben dann aber einen vernünftigen Ansatz gewählt, um beide Autos in die Top 5 zu bringen."

Für die Nachwuchsfahrer Hayden Paddon und Kevin Abbring, der in Deutschland erstmals einen vierten i20 WRC fuhr, war es hingegen ein Wochenende zum Lernen. "Wir hatten die Erwartungen tiefer gehängt, denn auf Asphalt müssen wir noch eine Menge lernen", sagt der Neuseeländer Paddon, der als Neunter ins Ziel kam. "Wir haben viele Daten gesammelt, die wir nun auswerten können, was uns in Zukunft helfen wird. Das war ein wichtiges Wochenende, von dem wir profitieren können."

Abbring, für den es erst der dritte Start in einem WRC-Auto war, wählte zu Beginn der Rallye eine falsche Abstimmung und verpasste als Elfter knapp die Punkteränge. "Wir sind zu Beginn mit dem Auto in eine falsche Richtung gegangen. Es hat einige Zeit gedauert, bis wir das bemerkt haben und lösen konnten", erklärt der Niederländer. "Erst am Samstagnachmittag hat es richtig funktioniert, das war eine Art Neustart unserer Rallye. Ab dann haben wir einen besseren Rhythmus gefunden, aber leider hat es nicht mehr für die Top 10 gereicht."

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