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Kris Meeke erhält Rückendeckung von Volkswagen-Teamchef Capito
Kris Meeke erhält Rückendeckung von Volkswagen-Teamchef Capito © xpbimages.com

Während er im eigenen Team Kritik einstecken muss, bekommt Kris Meeke nun Rückendeckung von Volkswagen-Teamchef Jost Capito

Kris Meeke kämpft derzeit um seinen Platz im WRC-Team von Citroen. Nachdem er bei den Rallyes in Italien und Polen durch Unfälle wichtige WM-Punkte verpasst hatte, war Teamchef Yves Matton gar nicht mehr gut auf den Briten zu sprechen - woran sich durch den erneuten Unfall bei der Rallye Finnland nicht viel geändert haben dürfte. Umso erfreuter dürfte Meeke darüber sein, dass er nun ausgerechnet von Seiten der Konkurrenz Rückendeckung bekommt.

Denn Volkswagen-Teamchef Jost Capito ist vom Potenzial des Nordiren überzeugt. "Er ist ein guter Freund und ich weiß, dass er Weltmeister werden könnte. Davon bin ich vollkommen überzeugt", so Capito gegenüber 'Autosport'. Das liege auch, aber nicht nur, an den sportlichen Fähigkeiten Meekes.

"Kris ist derjenige, der dieses Team bei den Prüfungen herausfordern kann und ist ist auch der Gegenspieler von Seb (Ogier; Anm. d. Red.), wenn es um die Startreihenfolge geht", sagt Capito. Meeke zählt ohne Zweifel zu den Charakterköpfen und hatte auch keine Scheu davor, Weltmeister Sebastian Ogier bei seinen Klagen über die Startreihenfolge zu widersprechen.

"Wir brauchen Leute wie Kris, die unterschiedliche Meinungen und Interessen vertreten. Das ist entscheidend für die Meisterschaft", sagt Capito. "Wir brauchen Kontroversen, sie machen den Sport interessant." Daher würde der Volkswagen-Teamchef Meeke liebend gerne verpflichten - wenn er denn könnte. "Wenn wir ein viertes Auto hätten, würde ich wollen, dass sein Name drauf steht."

Über die öffentlich geäußerte Kritik seines Kollegen Matton an Meeke wundert sich Capito. "So etwas gibt es in diesem Team nicht", schließt er ähnliches Vorgehen bei Volkswagen aus. Die Äußerungen seines Kollegen von Citroen möchte Capito nicht kommentieren, lässt aber durchblicken, dass er sie für kontraproduktiv hält. "Wenn deine Arbeit ständig in Frage gestellt wird, kannst du keine Bestleistungen abrufen", so Capito.

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