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Jan Kopecky liegt nach der ersten Etappe der "Deutschland" souverän in Führung
Jan Kopecky liegt nach der ersten Etappe der "Deutschland" souverän in Führung © Skoda

Jan Kopecky glänzt am ersten Tag der Deutschland-Rallye mit acht Bestzeiten in der WRC2-Wertung - Rückschlag für Esapekka Lappi

Skoda-Werkspilot Jan Kopecky macht seinem Ruf als Asphalt-Spezialist alle Ehre und liegt nach dem ersten Tag der Rallye Deutschland souverän an der Spitze der WRC2-Wertung. Der 33-jährige Routinier aus Tschechien gewann am Freitag mit seinem Copiloten Pavel Dresler im Skoda Fabia R5 alle acht Wertungsprüfungen beim neunten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft. Die Rallye Deutschland ist der erste WM-Einsatz des neuen High-Tech-Boliden von Skoda auf Asphalt.

"Ich freue mich, wieder zurück bei der WM-Rallye in Deutschland zu sein. Unser Auto hat perfekt funktioniert, dieser Tag hat großen Spaß gemacht. Allerdings war viel Dreck auf der Strecke, man musste stets sehr aufmerksam fahren", kommentiert Kopecky. Das gelang dem amtierenden Asien-Pazifik-Champion und aktuellen Spitzenreiter der Tschechischen Rallye-Meisterschaft an diesem sonnigen Tag mehr als überzeugend. Der Tscheche übernahm gleich in der ersten Wertungsprüfung die Führung und baute sie Stück für Stück auf über eine Minute aus.

Streckenweise ging es am ersten Tag der Rallye Deutschland durch malerische Weinberge mit schwierigen Haarnadelkurven auf rutschigem Asphalt. Genau solch eine langsame Kurve wurde WRC2-Spitzenreiter Esapekka Lappi zum Verhängnis. "Das war wirklich bitter. Ich war im zweiten Gang in einer verschmutzten Kurve unterwegs und bin komplett von der Strecke gerutscht. Ich kann mich nur beim ganzen Team von Skoda Motorsport entschuldigen", sagt Lappi. Der Finne und Copilot Janne Ferm wollen in den neun Wertungsprüfungen am Samstag bei den Fahrten auf der legendären Panzerplatte wieder auf die Jagd nach Bestzeiten mit dem Skoda Fabia R5 gehen.

Lappi hatte bin den beiden zurückliegenden Rallyes in Polen und Finnland die ersten zwei WM-Siege für den Skoda Fabia R5 auf Schotter errungen. Dass das neue Fahrzeug auch auf Asphalt schnell ist, zeigt bei der Rallye Deutschland nicht nur Kopecky. Insgesamt drei Kundensport-Teams sind mit dem Fabia R5 unterwegs. Ex-Europameister Armin Kremer lieferte sich bis zur vierten Wertungsprüfung ein Duell mit Kopecky um Platz eins, ehe er mit technischen Problemen aufgeben musste. Der amtierende WRC2-Champion und Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah rutschte gleich in der ersten Wertungsprüfung von der Strecke und verlor viel Zeit.

Das 22 Jahre junge Rallye-Talent Fabian Kreim von Skoda Deutschland lag nach der sechsten Wertungsprüfung auf Platz vier, büßte dann jedoch noch Zeit ein. Am Samstag und Sonntag warten noch über 250 harte Wertungskilometer auf Kopecky und seine Kontrahenten.

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