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Volkswagen wäre der erste Hersteller mit Tests für das Reglement 2017
Volkswagen wäre der erste Hersteller mit Tests für das Reglement 2017 © xpbimages.com

Volkswagen soll noch im August erste Tests für das WRC-Reglement 2017 durchführen - Marcus Grönholm soll bei diesem Programm am Steuer sitzen

Anfang Juli verabschiedete der FIA Motorsportweltrat das künftige Reglement der Rallye-Weltmeisterschaft. Ab 2017 sollen die WRC-Boliden schneller und stärker werden sowie optisch aggressiver aussehen. Die Motorleistung soll von rund 320 PS auf 380 PS angehoben werden, gleichzeitig wird das Mindestgewicht um 25 Kilogramm reduziert. Außerdem werden die Autos breiter, größere Radkästen und eine veränderte Aerodynamik sind erlaubt. Auch der Heckflügel wird wuchtiger.

Vorbereitung ist ein entscheidender Faktor für ein erfolgreiches Motorsportprojekt. Laut Gerüchten von 'WRC.com' soll Volkswagen noch im August erste Testfahrten mit Blick auf 2017 durchführen. Als Basis soll der aktuelle Polo R WRC dienen, dessen Karosserie bereits für das künftige Reglement umgebaut wird. Erst im Laufe des nächsten Jahres wird Volkswagen erste Tests mit einer vollwertigen 2017er-Spezifikation durchführen.

Laut 'WRC.com' werden nicht die aktuellen Stammfahrer Sebastien Ogier, Jari-Matti Latvala und Andreas Mikkelsen die Entwicklungstests in den kommenden Wochen durchführen, sondern Marcus Grönholm. Der zweifache Rallye-Weltmeister unterschrieb im vergangenen Jahr bei Volkswagen einen Vertrag als Testfahrer. Er soll in diesem und im nächsten Jahr die Probefahrten für den 2017er-Boliden durchführen.

Die geplanten technischen Änderungen sind die größten, seit das derzeitige Reglement zur Saison 2011 eingeführt wurde. Sollte Volkswagen tatsächlich schon in den kommenden Wochen testen, wäre der deutsche Hersteller der Konkurrenz einmal mehr meilenweit voraus. Hyundai entwickelt beispielsweise für die kommende Saison ein neues Auto. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, wird spätestens im November oder Dezember 2015 mit der Entwicklung des 2017er-Boliden begonnen.

Bei Citroen ist noch offen, ob man sich ab 2017 in der WTCC oder in der WRC engagieren wird. Aus einer Serie wird man sich zurückziehen. "Ich würde nicht von einer radikalen Regeländerung sprechen, es ist mehr eine Entwicklung", meint Citroen-Motorsportchef Yves Matton bei "WRC Live Radio' über das neue WRC-Reglement. "Aus technischer Sicht werden sich die Autos nicht sehr von den aktuell eingesetzten unterscheiden."

"Der Motor wird zwar mehr Leistung haben, aber es bleibt derselbe Motor. Es wird auf den gleichen Restriktor wie im Tourenwagen hinauslaufen, wo wir denselben Motor verwenden. Der einzige Unterschied wird das zentrale Differential sein. Die Wahrnehmung der Autos wird sich ändern, sie werden mit ihrem sexy Look attraktiver und auf aggressiver aussehen. Und das ist der wesentliche Punkt", betont Matton. "Es wird mehr 'wow' für die Zuschauer."

Insgesamt sollen die Rallye-Boliden spektakulärer aussehen und auch für mehr Action und Spektakel sorgen. Der Citroen-Sportchef glaubt: "Die Autos werden auch schwieriger zu fahren sein. Das wird ein ziemlicher Unterschied. Die Fahrer werden über diese neuen Regeln sehr glücklich sein."

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