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Schotter, Staub und Tempojagd auf Asphalt: Die Rallye Spanien ist besonders
Schotter, Staub und Tempojagd auf Asphalt: Die Rallye Spanien ist besonders © Citroen

Die Rallye Spanien ist der einzige Schotter/Asphalt-Mix im WRC-Kalender: Außerdem sind diesmal die Hälfte der Strecken neu - Die Route im Detail

Am kommenden Wochenende findet der zwölfte und vorletzte Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft 2015 statt. Während in Mitteleuropa der Herbst Einzug hält, versammeln sich die Driftkönige in Spanien zu einer ganz besonderen Veranstaltung: Es die einzige Rallye im WM-Kalender, die auf Schotter und Asphalt ausgetragen wird. Insgesamt stehen bei der 51. Ausgabe der Rallye Spanien 23 Wertungsprüfungen - sieben mehr als 2014 - mit insgesamt 331,25 Prüfungskilometern auf dem Programm. Für 51 Prozent der Route müssen die Fahrer/Beifahrer-Duos einen neuen Aufschrieb erstellen.

Favorit ist natürlich wie immer Weltmeister Sebastien Ogier. Auch wenn die WM schon entschieden ist, muss sich der Volkswagen-Pilot auf eine Herausforderung einstellen: "Über die Hälfte der Wertungsprüfungen bei der Rallye Spanien sind neu, da fangen alle bei null an. Hinzu kommt natürlich die Herausforderung mit den unterschiedlichen Oberflächen an den drei Rallye-Tagen", weiß der Spanien-Sieger der vergangenen beiden Jahre.

Am Donnerstagabend wird - wie im vergangenen Jahr - die nur 3,2 Kilometer lange Wertungsprüfung "Barcelona" am Montjuic ausgetragen. Das Gelände der Weltausstellung des Jahres 1929 und der Olympischen Sommerspiele 1992 wird zum Zuschauermagneten, wenn die Rallye-WM-Elite auf dem engen Parcours in der katalanischen Metropole die Rallye Spanien eröffnet.

Der Service-Park befindet sich rund 110 Kilometer südlich von Barcelona im Port Aventura in der Stadt Salou. Diese Küstenstadt in der Provinz Tarragona ist auch der Arbeitsplatz für die Mechaniker, die diesmal mehr zu tun bekommen. Der Shakedown und die Superspecial in Barcelona am Donnerstag werden mit Schotter-Konfiguration gefahren.

Staubig wird es auch am Freitag: An diesem Tag stehen die vorrangig auf Schotter zu absolvierenden Prüfungen auf dem Programm. Allesamt mit einer feinen Schotterschicht überzogen, die mit jedem World-Rally-Car mehr und mehr davongefegt wird. "Die Oberfläche der Schotterprüfungen ist relativ hart, allerdings liegt eine feine, lose Schicht darüber", weiß Jari-Matti Latvala aus dem Vorjahr. Typisch: die WP "Terra Alta" mit ihren fünf Oberflächen-Wechseln und einem zentralen Asphalt-Abschnitt. Mit 35,68 Kilometern ist sie zudem die längste WP der Rallye Spanien.

Nach dem kompletten Umbau der World-Rally-Cars auf Asphalt-Spezifikation stehen am Samstag und Sonntag insgesamt 199,45 Kilometer gegen die Uhr auf diesem Untergrund auf dem Programm. Teile der "Riudecanyes"-Prüfung aus dem vergangenen Jahr werden dieses Mal in umgekehrter Richtung bei "Duesaigües" absolviert. Deren zweiter Durchgang bildet die Powerstage, bei der für die drei besten Crews Extra-Punkte für die Fahrer- und Beifahrer-WM vergeben werden.

Dank der Rallye sind die beiden Kreisverkehre, die hier durchfahren werden, in Spanien berühmt geworden. Selbstredend, dass einer davon mit einem Pflicht-Donut zu bewältigen ist. Schmale, verwundene Bergab-Passagen sind ebenfalls ein prägender Teil dieser bekannten WP. Gefragt sind bei der Rallye Spanien viel Gefühl für das Auto auf den Schotter-Abschnitten und ein gutes Gespür für die perfekte Linienwahl auf den kurvigen, verwundenen Asphalt-Strecken, die manches Mal an klassische Rennstrecken erinnern.

Der Prüfungsplan der Rallye Spanien:

Donnerstag, 22.10.:WP01: Superspecial Barcelona - 3,20 Kilometer (18:08 Uhr)

Freitag, 23.10. (Schotter):WP02: Mora d'Ebre-Asco 1- 9,62 Kilometer (10:08 Uhr)WP03: Caseres 1 - 12,50 Kilometer (11:09 Uhr)WP04: Bot 1 - 06,50 Kilometer (11:36 Uhr)WP05: Terra Alta 1 - 35,68 Kilometer (12:09 Uhr)Regrouping in AscoWP06: Mora d'Ebre-Asco 2- 9,62 Kilometer (14:42 Uhr)WP07: Caseres 2 - 12,50 Kilometer (15:43 Uhr)WP08: Bot 2 - 06,50 Kilometer (16:10 Uhr)WP09: Terra Alta 2 - 35,68 Kilometer (16:43 Uhr)Service in Port Aventura (75 Minuten)

Samstag, 24.10. (Asphalt):WP10: Porrera - 7,43 Kilometer (09:15 Uhr)WP11: La Figuera 1 - 26,26 Kilometer (09:42 Uhr)WP12: Poboleda 1 - 10,63 Kilometer (10:28 Uhr)WP13: Capafonts 1 - 19,80 Kilometer (11:23 Uhr)Service in Port Aventura (30 Minuten)WP14: La Figuera 2 - 26,26 Kilometer (14:16 Uhr)WP15: Poboleda 2 - 10,63 Kilometer (15:02 Uhr)WP16: Capafonts 2 - 19,80 Kilometer (15:57 Uhr)WP17: Salou - 2,24 Kilometer (17:15 Uhr)Service in Port Aventura (45 Minuten)

Sonntag, 25.10. (Asphalt):WP18: Els Guiamets 1 - 6,80 Kilometer (07:17 Uhr)WP19: Pratdip 1 - 19,30 - (07:50 Uhr)WP20: Duesaigües 2 - 12,10 Kilometer (08:37 Uhr)Regrouping Mora d'EbreWP21: Els Guiamets 2 - 6,80 Kilometer (10:10 Uhr)WP22: Pratdip 2 - 19,30 - (10:43 Uhr)WP23: Duesaigües 2 - 12,10 Kilometer (12:08 Uhr)

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