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Monte Carlo - VW und Rekordweltmeister Sebastien Loeb fiebern der neuen Saison entgegen. Monte Carlo wird gleich zum Härtetest - auch für SPORT1-Moderator Thomas Helmer.

Auch Doppelpass-Moderator Thomas Helmer fiebert der neuen Rallye-Saison und zugleich seiner TV-Premiere im Rennsport entgegen:

Monte Carlos mondänes Casino wird in der Dämmerung eine strahlende Kulisse bilden, wenn Volkswagen am Donnerstagabend (JETZT LIVE im TV auf SPORT1 und im LIVESTREAM) das nächste Kapitel seiner so erfolgreichen Rennsport-Geschichte aufschlägt.

Die älteste und glamouröseste Veranstaltung im Kalender bildet auch in diesem Jahr den Auftakt zur neuen WM-Saison - es ist sozusagen die Mutter aller Rallyes.

Sebastien Ogier
Sebastien Ogier und Volkswagen sind auch diesem Jahr wieder klarer Titelfavorit © Getty Images

Und angesichts von Eis und Schnee in den Seealpen soll die "Monte" auch ein Maximum an Spannung in der zuletzt so einseitigen WRC bieten.

Es gebe "keine größere Herausforderung" in diesem Sport, sagt VW-Motorsportdirektor Jost Capito: "Die Rallye Monte Carlo ist häufig genau das, wofür Monaco ohnehin steht: ein Glücksspiel."

Seit 2013 fest in der Hand von VW

Finstere, vereiste Pisten, ständig wechselnde Witterung, der nächste Unfall lauert hinter jeder Kurve, das macht die Rallye im Fürstentum so besonders.

Und nur aus diesem Faktor X dürften sich die Hoffnungen der Konkurrenz des deutschen Herstellers speisen - denn anders als in jedem Glücksspiel gibt es in der WRC einen klaren Favoriten.

Seit dem Einstieg der Deutschen im Jahr 2013 ist die Rallye-WM eine VW-Veranstaltung.

Drei Titel in der Fahrer-WM, drei Titel in der Hersteller-WM und 34 Siege in 39 Läufen - diese Werte sagen alles aus über die Kräfteverhältnisse, die fast einseitiger sind als in der Formel 1.

Premium-Auto nun noch stärker

Dem Sport tut das nicht gut. Das Problem von Volkswagen ist das natürlich nicht.

Nur eines der Konkurrenz, die während der Titelgewinne 2013 bis 2015 eher weiter zurückfiel als Boden gutzumachen. Auch in der anstehenden Saison dürfte sich daran kaum etwas ändern.

Der 318 PS starke Allrad-Polo wurde "im Detail" verbessert, wie VW mitteilte, und weiterhin sitzt der beste Fahrer im deutschen Auto: Sébastien Ogier ist längst der legitime Nachfolger von Rekordweltmeister Sébastien Loeb.

Der Franzose, der kürzlich mit Ehefrau Andrea Kaiser noch einmal im Familienkreis Kraft tankte,m strebt in diesem Jahr den vierten Fahrertitel in Serie an und dominiert die Konkurrenz nach Belieben.

Ogier rechtfertigt seine Überlegenheit

Auch seine Teamkollegen Jari-Matti Latvala (Finnland) und Andreas Mikkelsen (Norwegen), zuletzt zwei Jahre in Folge auf den WM-Rängen zwei und drei, hat er fast immer im Griff.

Für Piloten wie Mads Östberg (Norwegen/Ford), Kris Meeke (Großbritannien/Citroen) und Thierry Neuville (Belgien/Hyundai) waren zuletzt im unterlegenen Auto vereinzelte Podestplätze das höchste der Gefühle.

Angesichts dieser Überlegenheit klingt Ogier mittlerweile immer häufiger wie einer, der seinen Konkurrenten Mut machen muss.

"Wir mussten schon alles geben", sagt er etwa, "ich bin ja nicht mit dem Ellenbogen auf der Tür gefahren."

China kommt neu ins Programm

Das wird der 32-Jährige auch in diesem Jahr nicht tun. In jeden WM-Lauf dürfte Ogier als klarer Favorit gehen, angefangen mit den 378 Wertungskilometern der "Monte", die am Sonntag endet.

2016 sind es anders als in den vergangenen drei Jahren 14 Rallyes, China kommt als neuer Standort hinzu.

Die Deutschland-Rallye findet im August wieder rund um Trier statt.

Im Laufe dieses Jahres darf sich die Konkurrenz immerhin auf die einzige, allerdings durchaus einschneidende Veränderung im VW-Kosmos freuen.

VW-Sportchef Capito wechselt in die Formel 1 

Sportchef Capito, der das Rallye-Engagement seit 2012 mit aufgebaut hatte, verlässt die Wolfsburger.

Der 57-Jährige folgt dem Lockruf der Königsklasse des Motorsports, in der Formel 1 wird er im Laufe des Jahres Geschäftsführer beim Traditionsrennstall McLaren.

Bei VW wird der Siegerländer noch bleiben, bis seine Nachfolge geregelt ist - an der Überlegenheit des mittlerweile etablierten Rallye-Programms dürfte das kurzfristig allerdings ohnehin wenig ändern.

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