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Die Sicherheit der Zuschauer in Argentinien sorgt erneut für Diskussionen
Die Sicherheit der Zuschauer in Argentinien sorgt erneut für Diskussionen © xpbimages.com

Die Organisatoren der Rallye Argentinien mussten drei Wertungsprüfungen verlegen, nachdem diese bei einer Sicherheitsinspektion beanstandet wurden

Die Diskussionen um die Sicherheit der Rallye Argentinien reißen nicht ab. Nachdem die Sicherheitsbeauftragte des Automobil-Weltverbands FIA Michele Mouton bei einer Inspektion Bedenken geäußert hatte, müssen die Organisatoren den Prüfungsplan am Samstag umstellen und drei Wertungsprüfungen näher an das Rallye-Zentrum Cordoba verlegen. Dadurch verkürzt sich das Programm das zweiten Rallyetages

"Die Prüfungen des Samstag lagen weit nördlich des Serviceparks, und ich weiß auch, warum sie das gemacht haben: Sie wollten die Route von den Zuschauern wegführen und damit die Probleme aus dem vergangenen Jahr vermeiden", wird Mouton von 'Autosport' zitiert.

2015 hatten sich bei der Rallye Argentinien mehrfach Zuschauer in Bereichen aufgehalten, die als gefährlich galten. Bei der neunten Wertungsprüfungen hatte das dramatisch Folgen gehabt. Hyundai-Pilot Hayden Paddon war mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und hatte dabei sechs Zuschauer erfasst. Deshalb steht die Rallye Argentinien in diesem Jahr unter Bewährung. Bei neuerlichen Vorfällen droht die Streichung aus dem WRC-Kalender.

Mit der Verlegung weg von der Großstadt Cordoba wollten die Organisatoren die Zuschauermassen im rallyebegeisterten Argentinien verringern, doch die neue Route file bei der Inspektion von Mouton durch. Und das gleich aus mehreren Gründen. "Ein Problem war, dass diese drei Prüfungen schnell aufeinander folgen und es nur sehr kurze Verbindungsetappen dazwischen gab", erklärt Mouton.

"Außerdem waren diese Prüfungen Teil der Rallye Dakar, schnurgerade Straßen und viel zu schnell. Des weiteren war nur die erste Prüfung überhaupt für Zuschauer zugänglich", kritisiert Mouton weiter. "Daher haben wir diese drei Prüfungen näher nach Cordoba verlegt, aber mit ausreichend Platz für die Zuschauer."

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