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Die Konkurrenz schäft nicht: Jost Capito rechnet 2017 mit einem engen Wettbewerb
Die Konkurrenz schäft nicht: Jost Capito rechnet 2017 mit einem engen Wettbewerb © Volkswagen

Im Gegensatz zu Volkswagen können Citroen und Toyota ihre neuen World Rally Cars für 2017 ohne Einschränkungen testen - Für Jost Capito ein klarer Vorteil

Mit der Rallye Polen erreicht die Rallye-Weltmeisterschaft am ersten Juli-Wochenende Saisonhalbzeit. Nach bisher sechs gefahrenen Läufen sieht alles nach dem vierten WM-Titel für Sebastien Ogier und Volkswagen aus. Der Franzose hat trotz der Thematik mit der Startreihenfolge 64 Punkte Vorsprung. In der Marken-WM führt der deutsche Hersteller 70 Punkte vor Hyundai.

Trotzdem wartet Volkswagen seit der Rallye Mexiko Anfang März auf einen weiteren Sieg. Seither gewann Hyundai zweimal und Citroen einmal. Vor allem im nächsten Jahr könnte die Vormachtstellung von Volkswagen gebrochen werden. "Im nächsten Jahr wird der Wettbewerb härter", mahnt Volkswagen-Motorsportchef Jost Capito. Dann wird der Deutsche für McLaren in der Formel 1 arbeiten und ein noch zu bestimmender Nachfolger wird die Motorsportaktivitäten von Volkswagen leiten.

"Citroen ist als Werksteam dieses Jahr nicht dabei und sie konzentrieren sich voll auf das nächste Jahr. Sie haben bei der Entwicklung einen Vorsprung", analysiert Capito die Konkurrenz. "Das gleiche gilt für Toyota. Sie haben keine Testbeschränkungen. Für uns ist es schwierig, das Wettbewerbslevel Jahr für Jahr hochzuhalten." Auch Volkswagen testet schon für das neue Reglement 2017, doch parallel zum Wettbewerb ist das eine Herausforderung.

Außerdem darf Volkswagen nur ein Europa testen. "Jeder, der nicht voll in die WM eingeschrieben ist, hat keinerlei Testbeschränkungen", betont Capito einen entscheidenden Nachteil. "Sie können nach Mexiko in die Höhe gehen und haben keinerlei Einschränkungen bei den Testtagen, wie wir sie haben. Auch Hyundai hat unlimitierte Testtage, also haben sie einen gewissen Vorteil."

"Das bedeutet, dass wir sehr sehr effizient arbeiten müssen. Neben der laufenden Saison müssen wir das neue Auto mit beschränkten Testtagen entwickeln", so der Deutsche. Volkswagen weiß um den Vorteil der Konkurrenz, denn vor dem WRC-Einstieg 2013 testeten und entwickelten die Ingenieure mehr als ein Jahr den Polo R WRC. Damals hatte Volkswagen keinerlei Beschränkungen und war von der ersten Rallye an top vorbereitet.

© Motorsport-Total.com

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