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Mads Östberg kam bei der Rallye Polen nur einmal (2015) ins Ziel
Mads Östberg kam bei der Rallye Polen nur einmal (2015) ins Ziel © xpbimages.com

Das M-Sport Ford-Team kommt als Außenseiter zur Rallye Polen - Nach einem guten Test will Mads Östberg um das Podium kämpfen, neue Rallye für Eric Camilli

Das private M-Sport Ford-Team von Malcolm Wilson bereitete sich vor knapp zwei Wochen auf die Rallye Polen vor. Mads Östberg und Eric Camilli fuhren in den Regionen Orzysz und Pasym. Vor allem die Getriebeprobleme, die Östberg zu Saisonbeginn behindert haben, sind mittlerweile aus der Welt geräumt. Beim Vorbereitungstest legte M-Sport das Augenmerk auf das Setup des Fiesta RS WRC. Vor allem bei den zweiten Schleifen werden die schnellen Schotterstraßen weicher und die Dämpferabstimmung muss angepasst werden.

Für Östberg war der technisch bedingte Ausfall zuletzt in Sardinien das erste Mal seit knapp zweieinhalb Jahren, dass er eine Rallye nicht beenden konnte. Die schnellen Straßen in Polen belohnen Fahrer, die auf Sicherheit und souverän fahren. Das ist bekanntlich eine Stärke des Norwegers. "Nach einigen langsamen Rallyes kann man rasch vergessen, wie schnell die Straßen in Polen eigentlich sind", lacht Östberg. "Wir wurden bei unserem Test aber daran erinnert. Die Geschwindigkeiten sind extrem hoch und es macht viel Spaß."

"Der Test lief gut und wir freuen uns jetzt auf die Prüfungen. Die Rallye Polen war in der Vergangenheit nicht zu gut für mich, aber mein Tempo war immer vorhanden", macht sich Östberg Hoffnungen, dass es diesmal mit einem guten Ergebnis in den Top 5 klappt. Besser als der neunte Platz im Vorjahr war es bisher nicht. "Wir fühlen uns zuversichtlich und gut vorbereitet. Das Podium ist immer unser Ziel. Wenn alles nach Plan läuft, sehe ich keinen Grund, warum wir nicht schnelle Prüfungszeiten fahren können."

Für WRC-Rookie Camilli ist Polen eine neue Rallye, aber auf Sardinien sicherte sich der Franzose seine erste Prüfungsbestzeit. Zuletzt konnte er seine Performance kontinuierlich steigern. "Polen wird keine einfache Rallye, ich muss viel entdecken", blickt Camilli auf die Herausforderung voraus. "Beim Test haben wir einen Eindruck erhalten, was uns erwarten wird. Die Straßen sind sehr schnell und ich glaube, sie passen zu meinem Fahrstil. Ich muss aber clever sein und versuchen, so viel Erfahrung wie möglich zu sammeln."

Für den Asphalt-Spezialisten steht deshalb der Lernprozess im Vordergrund: "Wir müssen uns weiterentwickeln und alle Abläufe noch besser verstehen, um auf diesem Level mitzuhalten. Trotzdem konzentrieren wir uns auf unsere eigene Rallye. Wenn das Gefühl gut ist, werde ich sicher pushen." In der WRC2-Klasse wird Elfyn Evans mit dem R5-Fiesta antreten. Aktuell führt der Waliser die Gesamtwertung sieben Punkte vor Nicolas Fuchs an. Evans peilt seinen dritten Klassensieg in dieser Saison an.

© Motorsport-Total.com

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