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Werksfahrer Esapekka Lappi gewann schon im Vorjahr die Rallye Polen
Werksfahrer Esapekka Lappi gewann schon im Vorjahr die Rallye Polen © xpbimages.com

Skoda-Werksfahrer Esapekka Lappi geht in der WRC2-Klasse mit 10,8 Sekunden Vorsprung auf den Markenkollegen Teemu Suninen in den Finaltag der Rallye Polen

Vorjahressieger Esapekka Lappi hat bei der Hitzeschlacht von Polen kühlen Kopf bewahrt und im Skoda-Duell die Spitzenposition in der WRC2-Klasse übernommen. Die "fliegenden Finnen" Lappi/Ferm gehen allerdings nur mit einem minimalen Vorsprung von 10,8 Sekunden auf ihre Kollegen Teemu Suninen/Mikko Markkula in den Finaltag der Rallye Polen. Am Sonntag fällt bei der Vollgas-Show im Kalender der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC2) in den letzten 59,60 Wertungskilometern die Entscheidung über den Sieger.

"Das war ein guter Tag für uns. Wir haben nur an einer Kreuzung einen kleinen Fehler gemacht. Wir haben alles versucht und das hat sich ausgezahlt. Aber es ist noch nicht vorbei, Suninen ist sehr schnell. Der Sonntag wird richtig hart", kommentiert Lappi die Etappe. Im vergangenen Jahr hatte der Blondschopf bei der Rallye Polen souverän den historischen ersten Sieg im neuen Skoda Fabia R5 gefeiert. An diesem Wochenende geht es bei strahlendem Sonnenschein und hitzigen Temperaturen von über 30 Grad wesentlich knapper zu.

Skoda-Werkspilot Lappi war am Samstag mit einem Rückstand von 4,6 Sekunden auf Suninen ins Rennen gegangen. Taktisch klug hielt sich Lappi in den ersten Umläufen der Wertungsprüfungen "Goldap", "Stanczyki" und "Babki" etwas zurück. Die Bestzeiten setzte durchweg der aktuelle WRC2-Saisonspitzenreiter Elfyn Evans (Ford), der sich als Dritter damit zwischenzeitlich bis auf 14,8 Sekunden an Platz eins heranschieben konnte.

Am Nachmittag gab Lappi dann bei der zweiten Passage der drei Prüfungen jedoch Vollgas. Mit einer grandiosen Bestzeit in der insgesamt 14. Wertungsprüfung "Stanczyki 2" übernahm der 25-Jährige im Duell gegen seinen Landsmann Suninen erstmals die Spitze und baute seinen Vorsprung mit zwei weiteren Topzeiten auf insgesamt 10,8 Sekunden aus. Evans lauert mit 26,6 Sekunden Rückstand auf Platz drei und darf vor den letzten vier Wertungsprüfungen am Sonntag ebenfalls noch nicht abgeschrieben werden.

"Es war den ganzen Tag ein grandioser Kampf auf höchstem Niveau. Der Sonntag wird hart, aber wir werden unser Bestes versuchen, um noch zu gewinnen", versprach Suninen. Das zweite Skoda-Werksteam Pontus Tidemand/Jonas Andersson, das bis zur vorletzten Prüfung am Freitag in Führung gelegen hatte und dann durch ein Problem gestoppt wurde, kehrte am Samstag in die Rallye zurück.

Mit starken Zeiten arbeitete sich das Duo wieder bis auf Platz 13 in der Gesamtwertung der WRC2-Klasse nach vorn. "Wir können nicht mehr in das spannende Duell um den Sieg eingreifen. Wir nutzen den Rest der Rallye Polen deshalb dafür, Erfahrungen für die kommende Rallye Finnland zu sammeln", kommentiert Tidemand.

Der Skoda Fabia R5 erwies sich auch am Samstag als "Vollgas-Champion" der WRC2. In der Gesamtwertung sind gleich fünf der tschechischen Rallye-Boliden unter den besten Acht platziert. Neben Spitzenreiter Lappi und dem zweitplatzierten Suninen sind auch Nicolas Fuchs, Armin Kremer und Scott Pedder auf Kurs zu einem starken Resultat.

WRC2-Zwischenstand Rallye Polen (Top 5):01. Lappi/Ferm (Skoda Fabia R5) - 2:09:36,3 Stunden02. Suninen/Markkula (Skoda Fabia R5) + 0:10,8 Minuten03. Evans/Parry (Ford Fiesta R5) + 0:26,604. Gilbert/Jamoul (Citroen DS3 R5) + 4:30,605. Fuchs/Mussano (Skoda Fabia R5) + 5:04,5

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