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Seit 2013 dominiert Volkswagen mit dem Polo R WRC die Rallye-WM
Seit 2013 dominiert Volkswagen mit dem Polo R WRC die Rallye-WM © xpbimages.com

Mit dem neuen WRC-Reglement werden 2017 die Karten neu gemischt - Jost Capito rechnet damit, dass die Gegner Volkswagen das Leben schwermachen werden

Volkswagen beendete die jahrelange Vorherrschaft von Citroen in der Rallye-Weltmeisterschaft. Das Team aus Wolfsburg war mit dem Einstieg 2013 von der ersten Rallye an konkurrenzfähig. Der Polo R WRC ist auch in der vierten Saison das Maß der Dinge und Volkswagen wird auch in diesem Jahr die Marken-WM gewinnen. Sebastien Ogier ist auf dem Weg zum vierten Fahrertitel in Folge. Mit dem Saisonfinale 2016 geht dennoch eine Ära zu Ende, denn mit den neuen Autos könnten die Karten im nächsten Jahr neu gemischt werden.

Volkswagen ist angesichts der Erfolge der Platzhirsch, doch vor allem Citroen entwickelt mit Hochdruck für 2017. Da die Franzosen künftig mit der Tourenwagen-WM nicht mehr zweigleisig fahren, bekommt Volkswagen einen ernstzunehmenden Gegner. Und auch Hyundai machte aktuell mit der zweiten Generation des i20 einen Schritt nach vorne. Dazu wird Toyota ein Comeback feiern. 2017 fällt der Startschuss für eine neue Ära in der Rallye-Weltmeisterschaft.

Die Volkswagen-Geschicke leitet künftig Sven Smeets, nachdem sich Jost Capito zu McLaren in die Formel 1 verabschiedet hat. Capito weiß, dass weitere Volkswagen-Erfolge nicht automatisch garantiert sind: "Die Konkurrenz wird stärker und die Teams bereiten sich alle unterschiedlich auf das nächste Jahr mit dem neuen Reglement vor", betont er bei 'Auto Bild motorsport'. "Wir haben letztes Jahr schon aufgehört, an den bisherigen Autos zu arbeiten, sondern uns nur noch auf das 17er Auto konzentriert."

Volkswagen musste einerseits die WRC-Einsätze schultern und im Hintergrund das neue Auto entwickeln und testen. Toyota und vor allem Citroen wählten einen anderen Weg. Diese beiden Motorsportabteilungen konzentrieren sich ausschließlich für 2017. Ob das ein Vorteil ist, wird sich im kommenden Frühling zeigen. "Citroen geht einen anderen Weg. Sie können frei testen, weil sie nicht an der Meisterschaft teilnehmen", weist Capito auf einem möglichen Vorteil hin. "Sie arbeiten jetzt zu 100 Prozent an den 2017er Autos - ohne die Belastung an den Rallyes teilnehmen zu müssen."

Deshalb rechnet Capito damit, dass vor allem Citroen ein harter Gegner sein wird. "Toyota kommt von Null. Die brauchen sicher ein Jahr oder zwei, um ganz nach vorne zu kommen. Aber ich glaube das Potential haben die auch. Hyundai hat dieses Jahr ein hervorragendes Auto gebaut. Ich glaube, die Karten werden neu gemischt. Aber wir haben das Auto so weit, dass es mit der Homologation auch für drei Jahre konkurrenzfähig ist."

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