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Esapekka Lappi gewann bei der Rallye Deutschland die WRC2
Esapekka Lappi gewann bei der Rallye Deutschland die WRC2 © xpbimages.com

Skoda dominiert bei der Rallye Deutschland die WRC2-Klasse: Doppelsieg für das Werksteam - Armin Kremer komplettiert bei seiner Heimrallye das Podium

Skoda hat bei der Rallye Deutschland einen überlegenen Vierfach-Erfolg gefeiert und damit seine beeindruckende Siegesserie in der WRC2-Klasse der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) fortgesetzt. Wie schon vor drei Wochen bei der Rallye Finnland fuhr das Skoda-Werksduo Esapekka Lappi/Janne Ferm im Fabia R5 einen überlegenen Sieg in der WRC2-Kategorie ein. Auf Platz zwei kamen ihre Teamkollegen von Skoda Motorsport, Jan Kopecky/Pavel Dresler, ins Ziel und machten somit den Doppelsieg für das Team aus Mlada Boleslav perfekt.

"Das Team hat sich diesen Sieg wirklich verdient", sagte Skoda-Motorsport-Direktor Michal Hrabanek. "Wir haben eine absolut fehlerlose Leistung von allen gesehen: Fahrer, Beifahrer, Ingenieure, Mechaniker - jeder Einzelne hat einmal mehr 100 Prozent gegeben. Die Bedingungen waren nicht einfach, da Prüfungen bei der Rallye Deutschland zu den anspruchsvollsten Asphalt-Strecken der gesamten Rallye-WM gehören. Dazu kam das wechselhafte Wetter. Esapekka und Janne sind die perfekte Rallye gefahren. Jan und Pavel hätten ohne den unglücklichen Reifenschaden sicherlich auch ein Wörtchen um den Sieg mitreden können, haben aber mit Platz zwei das Beste aus der Situation gemacht.

Vier Skoda-Teams auf den ersten vier Plätzen, sechs insgesamt in den Top 10, zeigen deutlich: Der Fabia R5 ist auch auf Asphalt das schnellste Rallye-Auto seiner Klasse." Die Entscheidung über den Sieg in der WRC2-Klasse fiel am Samstag, dem längsten Tag bei der Rallye Deutschland. Denn während der Freitag und Sonntag der Rallye durch kurvenreiche Asphaltstraßen in den Mosel-Weinbergen rund um das Rallye-Zentrum Trier geprägt waren, stand der Samstag ganz im Zeichen der legendären "Panzerplatte".

Entscheidung auf der "Panzerplatte"

Dabei handelt es sich um einen Streckenabschnitt auf dem Truppenübungsplatz Baumholder, der geprägt ist von mittelschnellen Strecken auf einem Gemisch aus Asphaltstraßen und Betonplatten. Hier übernahm Lappi dank cleverer Reifenwahl und kontrollierter Offensive bei wechselhaften Witterungsbedingungen schnell die Führung und setzte sich in der Folge mit mehreren Bestzeiten von seinen Verfolgern ab.

Teamkollege Kopecky, durch einen Reifenschaden am Freitagmorgen zunächst eingebremst, arbeitete sich in dieser Phase von Platz fünf auf Rang zwei nach vorne. Auf den drei abschließenden Wertungsprüfungen am Sonntag kontrollierten die beiden Skoda-Werksfahrer das Geschehen an der Spitze und sorgten somit für den siebten Skoda Sieg in Folge in der WRC2.

"Ich bin überglücklich", sagt Lappi nach seinem Sieg bei der Rallye Deutschland. "Um ehrlich zu sein, hatte ich nicht unbedingt erwartet, hier um den Sieg fahren zu können. Doch von ein paar Rutschern am Freitagmorgen abgesehen, sind wir fehlerlos und schnell durch die Prüfungen gekommen. Speziell der Samstag war der vielleicht beste Tag meiner bisherigen WRC2-Karriere auf schmutzigem Asphalt. Der Fabia R5 lief absolut perfekt und unsere Reifenwahl war ebenfalls richtig. Wir hatten so viel Grip. Danke an das gesamte Team!"

Gute Vorstellung der Skoda-Kundenteams

Durch den Sieg bei der Rallye Deutschland rückt Lappi auf den dritten Rang in der WRC2-Gesamtwertung auf (82 Punkte). Skoda übernahm zudem die Führung in der Teamwertung (125 Punkte). "Das war das perfekte Teamergebnis für Skoda", sagt der zweitplatzierte Kopecky. "Natürlich hätte ich gerne meinen Vorjahressieg wiederholt, aber angesichts der Reifenprobleme am Freitag haben wir mit Platz zwei das Maximum herausgeholt. Herzlichen Glückwunsch an Esapekka! Ich weiß, was für ein guter Gokart-Fahrer er ist, weshalb ich ihm den Sieg bei einer Asphalt-Rallye definitiv zugetraut hatte."

Das Skoda-Werksduo Pontus Tidemand/Jonas Andersson, das bei der Rallye Deutschland ebenfalls im Fabia R5 am Start, aber nicht in der WRC--Wertung eingeschrieben ist, überzeugte mit einem beeindruckenden achten Rang in der Gesamtwertung der Rallye. "Das war eine gute Erfahrung", sagt Tidemand. "Ich bin dankbar für die Möglichkeit, die mir Skoda hier gegeben hat. Für mich war es ein gutes Training, bei dieser Rallye auf hohem Niveau teilgenommen zu haben. Ich habe eine Menge gelernt, was das Erstellen des Aufschriebs, das Einschätzen der Witterungsbedingungen und das Treffen der richtigen Reifenwahl auf Asphalt angeht."

Neben den Skoda-Werksfahrern rundeten Skoda-Kundenteams das sehr gute Ergebnis des tschechischen Automobilherstellers bei der Rallye Deutschland ab. Armin Kremer/Pirmin Winklhofer komplettierten im Fabia R5 das reine Skoda Podium bei der Siegerehrung vor der Porta Nigra. Das belgische Duo Ghislain de Mevius/Johan Jalet fuhr in seinem Fabia R5 auf den vierten Platz. Bernhard ten Brinke/Davy Thierie, ebenfalls in einem Fabia R5 aus dem Kundensport-Programm von Skoda am Start, wurden Sechste. Abdulaziz Al-Kuwari/Killian Duffy belegten Platz zehn.

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