vergrößernverkleinern
Trotz vollem Einsatz "nur" Rang drei: Thierry Neuville ist nicht ganz zufrieden
Trotz vollem Einsatz "nur" Rang drei: Thierry Neuville ist nicht ganz zufrieden © xpbimages.com

Trotz Platz drei nicht ganz zufrieden: Thierry Neuville glaubt, dass er ohne Fahrfehler und technische Probleme die Rallye Deutschland hätte gewinnen können

Platz drei bei der "Heimrallye" und zum dritten Mal in dieser Saison in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auf dem Podium: Eigentlich hätte Hyundai-Pilot Thierry Neuville am Sonntag nach dem Ende der Rallye Deutschland allen Grund zur Freude haben können. Doch das Fazit des Belgiers fällt völlig anders aus: "Wir waren nur enttäuscht", sagt Neuville.

Der Hyundai-Pilot hatte durchaus Grund, sich zu ärgern, denn im Duell um Platz zwei hatte er sich seinem Teamkollegen Dani Sordo geschlagen geben müssen - um die Winzigkeit von 0,1 Sekunden, dem geringstmöglichen Abstand in der WRC. "Ich denke, jeder konnte das Wort hören, das ich in diesem Moment schrie", sagt Neuville, der mit der Bestzeit bei der Powerstage alles dafür getan hatte, seinen Teamkollegen noch abzufangen.

"Ich habe wirklich alles versucht auf dieser WP. Ich wusste, dass es fast unmöglich sein würde drei Sekunden herauszufahren", so Neuville, der zuvor bei den Rallyes in Finnland und Polen als Vierter jeweils knapp am Podium vorbei geschrammt war. "Immer knapp am Podium vorbei oder, wie hier, am zweiten Platz vorbei", hadert Neuville, sieht aber auch das Positive: "Wir sind zurück im Wettbewerb und das ist schön."

Neuville glaubt sogar, dass bei einer perfekten Rallye mit Volkswagen-Pilot Sebastien Ogier um den Sieg hätte kämpfen können. Doch weder der Belgier noch die Technik seines Hynudai i20 WRC waren am vergangenen Wochenende hundertprozentig perfekt. "Es war das erste Mal, dass ich viele Fehler hier in Deutschland gemacht haben", sagt Neuville, der die Prüfungen unweit seiner belgischen Heimat sehr gut kennt.

"Ich musste ein paar Mal eine weite Linie nehmen - dabei habe ich die meiste Zeit verloren. Wir hatten auch Servolenkungsprobleme, durch die ich zehn Sekunden verlor", erläutert Neuville. "Andernfalls hätten wir um den Sieg gekämpft."

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel