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Schlaflos in Finnland: Jari-Matti Latvala kritisiert den Zeitplan
Schlaflos in Finnland: Jari-Matti Latvala kritisiert den Zeitplan © LAT

Jari-Matti Latvala und Beifahrer Miikka Anttila kritisieren den aufgeblähten Zeitplan der Rallye Finnland: Kurze Nächte seien nicht gut für den Sport.

Wer ein Auto fährt, sollte nicht übermüdet sein. Das bekommt schon jeder Fahrschüler beigebracht. Umso mehr sollte diese Regel gelten, wenn man ein Rallyeauto mit Tempo 170 auf Schotterstraßen durch Wälder fährt. Doch bei der Rallye Finnland saßen die Piloten und ihre Beifahrer mitunter ziemlich unausgeschlafen im Cockpit, was bei Volkswagen-Pilot Jari-Matti Latvala für Kritik sorgt.

"Es war wirklich schön und hat allen Spaß gemacht, aber die Tage waren sehr, sehr lang und die Nächte von Donnerstag auf Freitag und von Freitag auf Samstag waren recht kurz", sagt der Lokalmatador. "Daher war es sehr anstrengend."

An den ersten beiden Tagen ließ der Zeitplan bei der Rallye Finnland den Piloten in der Tat kaum Zeit zur Regeneration. Am Donnerstagabend kehrten die Autos nach der ersten Wertungsprüfung um 20.15 Uhr in den Servicepark in Jyväskylä zurück. Diesen mussten sie am Freitagmorgen schon um 6.20 Uhr wieder verlassen.

Rechnet man die Vor- und Nachbereitung der Prüfungen, Medientermine, den Weg vom Servicepark ins Hotel und so weiter ab, bleiben für die eigentliche Nachtruhe nur sehr wenige Stunden. Am Freitag waren die Piloten dann rund 15 Stunden unterwegs, ehe sie gegen 21 Uhr die Autos im Servicepark abstellen konnten. Allerdings nur für 9:45 Stunden, denn am Samstag hieß es um 6.45 Uhr "Service out".

Daher stimmt auch Latvalas Beifahrer Miikka Anttila seinem Piloten in der Kritik an den zu kurzen Ruhezeiten zu. "Am Donnerstag und Freitag hatten wir nicht genug Zeit, um uns für den nächsten Tag vorzubereiten. Die Nächte waren für diese Art von Sport zu kurz", sagt er. Nebenbei bemerkt: Laut deutschem Arbeitszeitgesetz muss eine Pause zwischen zwei Schichten mindestens elf Stunden betragen.

© Motorsport-Total.com

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