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Am kommenden Wochenende will Sebastien Ogier den Titel 2016 absichern
Am kommenden Wochenende will Sebastien Ogier den Titel 2016 absichern © xpbimages.com

Die Macher der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) wollen die Szene noch globaler aufstellen: Events in Europa sollen verkürzt werden, um Platz zu schaffen

Die Rallye-Weltmeisterchaft (WRC) will sich in Zukunft noch globaler präsentieren. Dafür will man den Schritt an neue Austragungsorte wagen. Nach Informationen von 'Autosport' stehen derzeit 13 Interessenten auf der Warteliste. Für die kommende Saison 2017 werden jedoch nur China gute Chancen auf einen Lauf eingeräumt. Der ursprünglich bereits für dieses Jahr angesetzte Event in China hatte abgesagt werden müssen, im kommenden Jahr soll ein neuer Versuch gestartet werden.

Die Verantwortlichen der Serie wollen die Belastungen für die Teams im Rahmen halten und die logistische Herausforderung nicht noch größer werden lassen. Daher gilt als sicher, dass es auch in Zukunft pro Jahr nicht mehr als 14 Veranstaltungen geben wird. Neben China haben allerdings unter anderem Neuseeland, Japan, Mayasia, Südkorea und Australien großes Interesse an einem WRC-Wertungslauf angemeldet. Wie sollen diese Events im Kalender Platz finden?

"Wir haben damit begonnen, uns mal anzuschauen, ob wir die Events in Europa nicht anders gestalten können", wird FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen von 'Autosport' zitiert. "Anstatt die Rallyes über 350 Kilometer gehen zu lassen, könnten wir auch nur 250 Kilometer fahren und den jeweiligen Event damit auf eineinhalb Tage verkürzen", so der Finne. "Auf diesem Weg könnten wir mehr Rallyes im Kalender unterbringen. Wir wollen noch globaler werden."

Die WRC-Verantwortlichen wollen mit Augenmaß vorgehen. Man will keine traditionsreichen Rallyes in Europa verlieren, sondern vielmehr eine bessere Verteilung der Veranstaltungen über den Erdball bewerkstelligen. "Wir können einfach nicht so viele Rallyes im asiatisch-pazifischen Raum haben", sagt Mahonen. Die Interessenten könnten nur dann befriedigt werden, wenn gewisse Schauplätze im Kalender rotierend aufgenommen werden. "Aber das geht nicht im jährlichen Wechsel. Damit wäre niemand glücklich", so der Rallyedirektor. "Wir müssen uns das genauer anschauen."

© Motorsport-Total.com

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