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Craig Breen überzeugte auf Korsika mit Rang fünf
Craig Breen überzeugte auf Korsika mit Rang fünf © xpbimages.com

Kris Meeke ist bei der Rallye Frankreich der schnellere Citroen-Fahrer, doch Teamkollege Craig Breen nimmt mehr WM-Punkte aus Korsika mit

Das Citroen-Team zeigte bei der Rallye Frankreich, zehnter Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2016, dass im Rallyesport nicht immer der schnellste Fahrer am Ende vorne steht, sondern meist derjenige, der die wenigsten Fehler macht. Kris Meeke war auf Korsika zwar der einzige Fahrer, der das Tempo von Sieger Sebastien Ogier (Volkswagen) mitgehen konnte, verpasste nach einem Reifenschaden am Freitag und einem Unfall am Samstag aber die Top 10.

Teamkollege Craig Breen fuhr eine konstante Rallye. Der Ire legte keine absoluten Top-Zeiten hin, vermied aber auch größere Fahrfehler und wurde dafür mit einem guten fünften Platz belohnt. "Das war eine sehr anstrengende Woche, aber natürlich freuen wir uns darüber, dass wir unter den Top 5 gelandet sind", sagt Breen.

"Alles ist gut gelaufen, und wir haben weitere Erfahrungen gesammelt: Sowohl im World-Rally-Car als auch bei der wohl zweifelsfrei schwierigsten Asphalt-Rallye. Der fünfte Platz entspricht ziemlich genau dem, was ich mir vor dem Start vorgenommen hatte", zeigt sich der Ire mit dem Ergebnis zufrieden. "Außerdem haben wir uns mit jedem Kilometer gesteigert und sind einige wirklich gute Zeiten gefahren."

Meeke unterstrich mit Bestzeiten bei insgesamt drei Wertungsprüfungen einmal mehr sein Potenzial. Vor allem über die beide WP-Siege am Sonntag freute sich der Brite. "Für mich war es wichtig, heute morgen wieder in Top-Form zu sein, Nach dem Fehler bei der Besichtigung, der gestern zu dem Zwischenfall geführt hatte, musste ich wieder Vertrauen zu meinem Aufschrieb finden."

Am Samstag war Meeke bei der sechsten WP aufgrund eines Fehlers im Aufschrieb von der Strecke abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Am Sonntag kehrte er dann unter Rallye2-Reglement zurück. Der Ausrutscher am Samstag zeigte Meeke einmal mehr auf, wie wichtig gerade bei einer Rallye wie der "Tour de Corse" die Besichtigung vor dem Start ist. "Diese Rallye beginnt nicht am Freitag, sondern am Montag. Ab dann muss man bei zwei Durchgängen im langsamen Tempo auf den Prüfungen jede Kurve beschreiben", erklärt Meeke.

Seine schnelle, wenn auch nicht fehlerfreie Vorstellung rundete Meeke am Sonntag mit dem Sieg bei beiden Wertungsprüfungen ab. "Ich freue mich über meine Bestzeit bei der neunten WP und den Sieg in der Powerstage, allerdings sind Punkte für mich bedeutungslos, da ich nicht um die Meisterschaft kämpfe", meint er.

© Motorsport-Total.com

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