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Fabian Kreim und Frank Christian sind DRM-Champions 2016
Fabian Kreim und Frank Christian sind DRM-Champions 2016 © ADAC Motorsport

Skoda-Pilot Fabian Kreim wiederholt bei der 2-Städte-Rallye seinen Vorjahressieg und gewinnt Meisterschaft - Christian Riedemann wird im Peugeot Vize-Meister

Großer Jubel bei Skoda Deutschland im Ziel der 3-Städte-Rallye. Mit dem Sieg beim letzten der neun Saisonläufe sicherten sich Fabian Kreim und Co-Pilot Frank Christian im Fabia R5 den Titel in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) 2016. Die elf Wertungsprüfungen (WP) über 120,6 km im ostbayerischen Bäderdreieck rund um den Servicepark in Karpfham absolvierten sie in 1:07:40,3 Stunden. Platz zwei belegten Dominik Dinkel/Christina Kohl bei ihrer Premiere im Skoda Fabia R5 mit einem Rückstand von 52,5 Sekunden. Auf den dritten Platz der DRM-Wertung fuhren Maximilian Koch/Lisa Brunthaler in ihrem Skoda Fabia S2000.

Nachdem sie auf der Freitagsetappe noch mit Kreim um die Bestzeiten kämpften kam schon in der ersten Samstags-WP das Aus durch einen Getriebeschaden für Christian Riedemann und seine belgische Co-Pilotin Lara Vanneste im Peugeot 208 T16 R5. Dennoch sicherten sie sich die Vize-Meisterschaft. Der Sieg in der 2WD-Wertung für die frontangetriebenen Fahrzeuge innerhalb der DRM ging an Philipp Knof/Anne Katharina Stein im Citroen DS3 R3T. Hermann Gaßner jun. und seine österreichische Co-Pilotin Ursula Mayrhofer konnten nach einem Schaden an der Antriebswelle des Toyota GT86 R3 nicht mehr in den Titelkampf eingreifen.

"Damit wurde definitiv ein Traum war", strahlt der frischgebackene Meister Fabian Kreim im Ziel. "Jetzt stehen mein Co Frank Christian und ich in den Büchern der deutschen Rallye-Geschichte, ein tolles Gefühl." Mit dem Sieg beim Finallauf krönten sie eine überzeugende Saison. "Ein riesiger Dank an das gesamte Team. Wir hatten nur beim Lauf im Vogelsberg ein Problem, aber daran war ich selbst schuld," sagt der Youngster.

Gemischte Gefühle gab es bei Peugeot. Bis zum Finale hatte Riedemann im 208 T16 R5 noch die - wenn auch kleine - Chance, Kreim den Titel zu entreißen. Ein Getriebedefekt am frühen Samstag machte auch diese zunichte. "Dennoch, mit dem neu formierten Team auf Anhieb Vize-Meister zu werden ist ein toller Erfolg", zieht Riedemann ein positives Fazit der Saison.

Strahlende Gesichter gab es im Team von Dinkel, der sich im Skoda Fabia S2000 die Grundlagen für den dritten DRM-Platz gesichert hatte. Beim Finale saß er erstmals in der leistungsstärkeren R5-Variante des Fabia und war begeistert. "Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass ich in dem starken Feld auf den dritten Platz fahre, hätte ich das nicht geglaubt. Jetzt durfte ich sogar noch dieses Auto fahren", sagt Dinkel. Auch der DRM-Vierte Peter Corazza strahlte, hatte er sich den Platz doch in der technisch unterlegenen R4-Version des Mitsubishi Lancer eingefahren. "Das ist bei diesem starken DRM-Feld einfach nur genial."

Das Finale brachte zwei sehenswerte Premieren. Hermann Gaßner sen., der vierfache Rallye-Meister brachte als Deutschland-Premiere einen Hyundai i20 R5 nach Ostbayern. "Es macht richtig viel Spaß mit diesem Auto, aber ich muss mich sehr umgewöhnen", freute er sich im Ziel über Rang zehn.

Raffael Sulzinger, der Sieger des Rallye-Junior-Cup 2012, startete mit dem Ford Fiesta R5 erstmals in einem Allradler. Wie Gaßner bekam er sein neues Sportgerät erst unmittelbar vor dem Start, sodass wenig Eingewöhnung blieb. "Die Technik dieser reinrassigen Sportgeräte muss man erst einmal verstehen, da hab ich noch großen Nachholbedarf", sagt Sulzinger, der in der Gesamtwertung den siebten Platz belegte.

© Motorsport-Total.com

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