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Bei der Rallye Spanien wachen Damen über das Rallyegeschehen
Bei der Rallye Spanien wachen Damen über das Rallyegeschehen © FIA

Bei der Rallye Spanien haben die Frauen das Sagen: 15 Damen in verantwortlicher Position und erstmals in der WRC eine rein weibliche Rennleitung

Motorsport ist in vielen Bereichen immer noch Männersache, doch bei der Rallye Spanien haben die Frauen das Sagen. Nicht weniger als 15 Damen sind an diesem Wochenende beim elften Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) als Offizielle für sportliche Belange, Zeitnahme oder medizinische Versorgung verantwortlich. Und auch die Rennleitung ist in Katalonien eine reine Frauenrunde.

Die Deutsche Waltraud Wünsch ist Vorsitzende des dreiköpfigen Gremiums der Sportkommissarinnen. Gemeinsam mit ihr entscheiden die Schwedin Christina Lundqvist Viklund und die Spanierin Silvia Bellot als Vertreterin des nationalen Verbands über sportliche Streitfragen. Erst zum zweiten Mal bei einer Veranstaltung einer FIA-Weltmeisterschaft und zum ersten Mal in der WRC ist damit die Rennleitung nur mit Frauen besetzt.

"Es ist gut, dass das endlich einmal der Fall ist, aber es sollte als normal angesehen werden", sagt Wünsch. "Wir müssen mehr Frauen für verantwortliche Positionen gewinnen, nicht nur als Sportkommissarinnen. Jeder kann seine Rolle spielen und Teil des Motorsports sein. Ob Mann oder Frau, das ist egal."

Zum Team der 15 Frauen, die für die ordnungsgemäße Durchführung der Rallye Spanien verantwortlich sind, zählt auch Streckenchefin Marina Dunach, die über die 320 WP-Kilometer und die Verbindungsetappen wacht. Ihr zur Seite steht die ehemalige Rallye-Vizeweltmeisterin Michele Mouton, die in Spanier als Sicherheitsdeligierte im Einsatz ist.

© Motorsport-Total.com

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