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Immer wieder schaut der Schotter durch: Die FIA will in Schweden Schnee-Garantie
Immer wieder schaut der Schotter durch: Die FIA will in Schweden Schnee-Garantie © xpbimages.com

Rallye Schweden ohne Schneebänke, das missfällt der FIA zunehmend - Rallyechef Jarmo Mahonen macht nun Druck - Muss die Rallye weiter nach Norden ziehen?

Der weltweite Klimawandel macht der Rallye Schweden zu schaffen: Seit den 90er-Jahren ist beinahe jedes Jahr eine Zitterpartie angesagt, ob der WM-Lauf eine echte Schnee-Rallye wird. 1990 musste das Event wegen zu milder Temperaturen abgesagt werden, in manchen Jahren wie 2002 und 2005 war der WM-Lauf rund um Karlstad teilweise gar nicht als Schnee-Rallye zu erkennen. WRC-Chef Jarmo Mahonen setzt nun den Veranstaltern die Pistole auf die Brust: Schnee muss künftig garantiert sein.

2016 musste fast die Hälfte aller Prüfungen abgesagt werden. Bei der diesjährigen Ausgabe gab es wieder Ärger. Ohne die schützenden Schneebänke war es nicht vertretbar, eine Prüfung mit 138 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit durchzuführen. Mahonen hat nun genug davon. "Diese Rallye muss Schnee garantieren", sagt er gegenüber 'Autosport'. "Das ist mitnichten optional und darauf bestehen wir. Mit Schneebänken ist diese Rallye wesentlich sicherer."

Karlstad liegt in der Mitte Schwedens. Ein Großteil der Prüfungen spielt sich im schwedisch-norwegischen Grenzgebiet in der Provinz Värmlands Iän ab, zum Teil auch auf norwegischem Boden. Muss sich das nun ändern? "Die Organisatoren sind mit Wahl der Austragungsorte (der Prüfungen; Anm. d. Red.) hohes Risiko gegangen", stellt Mahonen klar. "Sie haben bislang Glück gehabt, aber wir wie auch der WRC-Promoter haben ihnen deutlich gemacht, dass dies eine Schnee-Rallye ist. Natürlich hilft es, wenn man ein guter Veranstalter ist, aber die Bedingungen müssen stimmen."

Im schlimmsten Falle müsste die Rallye weiter nördlich ziehen. Ähnlich große Städte gibt es nördlich von Karlstad mit Sundsvall in Västernorrlands Iän, Östersund in Jämlands Iän und Lulea ganz im hohen Norden in der Provinz Norrbottens Iän. Allerdings ist Karlstad seit je her das Rallyezentrum mit entsprechender Akzeptanz in der Bevölkerung. Auch die beliebte Sprungkuppe Colin's Crest wäre bei einem Umzug Geschichte.

Rennleiterin Christina Lundqvist versucht zu beruhigen: "Das Wetter spielt derzeit überall ein bisschen verrückt. Selbst weiter im Norden gibt es Orte, an denen es momentan kaum Schnee gibt. Und es ist nicht nur eine Frage des Breitengrades, sondern auch der Höhe." Doch auch das würde für eine Verlegung nach Norden sprechen: Nahe Östersund gibt es höhere Gebirge als rund um Karlstad, die eine zusätzliche Schneegarantie geben würden.

© Motorsport-Total.com

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