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Auch der Motor von Sebastien Ogiers Ford Fiesta lief heiß
Auch der Motor von Sebastien Ogiers Ford Fiesta lief heiß © xpbimages.com

Am Freitag wurden bei der Rallye Mexiko alle WRC-Hersteller von Temperaturproblemen heimgesucht: Sebastien Ogier sorgt sich um den Motor

Nach den beiden winterlichen Rallyes in Monte Carlo und Schweden ist die Rallye Mexiko, der dritte Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, ein erster Härtetest für die neue Generation der WRC-Boliden bei höheren Temperaturen. Und dieser brachte die Technik der neuen Auto am Freitag gleich an ihre Grenzen. Nach der ersten Wertungsprüfung des Tages klagten im Ziel Fahrer aller Hersteller über Probleme durch Überhitzung der Fahrzeuge.

"Das war auch bei uns der Fall. Wir sind die meiste Zeit der Prüfung im Sicherheitsmodus gefahren", sagt Weltmeister Sebastien Ogier gegenüber 'Autosport'. "Ich habe versucht, möglichst motorschonend zu fahren und bin nicht an einen kritischen Punkt gelangt, aber wird mussten die Motorleistung reduzieren um den Motor zu schützen."

Dabei hatte Ogier noch Glück. Sein Ford zeigte lediglich eine Warnung an, während bei seinen Teamkollegen Ott Tänak und Elfyn Evans ein Alarm nachdrücklich zu langsamerer Fahrweise aufforderte. Jari-Matti Latvala musste seinen Toyota aus dem gleichen Grund drosseln. "Der Motor läuft viel zu heiß, wir musste im Straßenmodus fahren", sagte er nach der Wertungsprüfung "El Chocolate". In diesem Straßenmodus, den die Fahrer üblicherweise nur auf den Verbindungsetappen benutzen, liefert der Motor deutlich weniger Leistung als im "scharfen" Stage-Modus.

Doch weshalb wurden die WRC-Teams in Mexiko von den Temperaturproblemen auf dem falschen Fuß erwischt? Ogier macht fehlender Erfahrung mit den neuen Boliden bei sommerlichen Temperaturen gelten. "Das kann bei den neuen Autos passieren, wenn sie hart gefordert werden", sagt er.

Chris Williams, Chefingenieur bei Ogiers Team M-Sport führt noch zwei weitere Gründe an: "Der erste Teil von 'El Chocolate' liegt sehr hoch, und das Tempo ist sehr niedrig. Das ist das schlimmste", sagt er gegenüber 'Autosport'. Durch die Kombination aus dünner Luft und niedrigem Tempo konnten die Kühler nicht genug Wärme abgeben und die Aggregate liefen heiß.

Und offensichtlich hat zumindest M-Sport die Kühleinlässe nicht groß genug dimensioniert. "Wir haben bei dieser Rallye versucht, die Aerodynamik der Kühlung zu optimieren. Vielleicht sind wir dabei nicht in die richtige Richtung gegangen", gesteht Ingenieur Williams ein. Unter dem Strich sieht Ogier sein Team in Zugzwang, denn er sorgt sich vor weiteren Problemen. "Wir müssen eine Lösung finden, denn es war gestern nicht extrem heiß. Morgen kann es an einigen Stellen kritisch werden", so der Weltmeister.

Zwei Umstände dürften Ogier allerdings beruhigen. Zum einen ist zumindest zum Auftakt des zweiten Rallyetages der Himmel über der Region bewölkt und die Temperaturen dementsprechend niedriger, zum anderen verspricht sein Team Abhilfe. "Wir habe dafür etwas in der Schublade", verspricht Williams.

© Motorsport-Total.com

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