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Paul Nagle, Paul Nagle und Yves Matton stoßen auf den Sieg in Spanien an
Paul Nagle, Paul Nagle und Yves Matton stoßen auf den Sieg in Spanien an © xpbimages.com

Nach einer langen Durststrecke melden sich Citroen und Kris Meeke mit dem Sieg bei der Rallye Spanien zurück, der wie Balsam auf der Seele des Teams ist

Sieben Monate lang mussten Citroen und Kris Meeke nach dem Sieg bei der Rallye Mexiko in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) auf ein Erfolgserlebnis waren. Sieben lange Monate, in denen auch Meeke durch eigene Fehler dafür sorgte, dass die Kritik an ihm nicht leiser wurde. Sieben lange Monate, in denen die Serie der Misserfolge am Selbstbewusstsein der erfolgsverwöhnten Werksmannschaft von Citroen nagte.

Umso erlösender war am Sonntag der Sieg von Meeke bei der Rallye Spanien. Als der Nordire nach einer seiner besten Leistungen in der Rallye-WM in den Servicepark zurückkehrte, wirkte der Jubel seiner Mechaniker wie eine Befreiung. "Es ist schön, besonders nach allem, was passiert ist", sagt Meeke. "Es war eine schwierige Zeit für das Team und für mich selbst. Das Team und ich wurden kritisiert, aber wir haben weitergearbeitet. Wir waren ziemlich zuversichtlich, denn wir wussten, wie gut das Auto auf Korsika funktionierte."

Doch nicht nur auf den Asphaltstraßen am Samstag und Sonntag war der C3 WRC Meeke war in Spanien von Anfang an in der Lage, um die Spitze mitzufahren. "Diese Rallye hat uns einfach gelegen. Die Prüfungen am ersten Tag auf Schotter waren ähnlich wie in Mexiko, daher wussten wir, dass das Auto gut laufen wird", sagt Meeke. Und nicht das Auto funktionierte in Spanien, auch Meeke zeigte eine fehlerfreie Leistung, was ihm bisher in dieser Saison noch nicht gelungen war.

Nachdem sportlich für Citroen und Meeke in dieser WRC-Saison nicht mehr viel zu holen ist, war dieser Sieg in Spanien vor allem Balsam auf der geschundenen Seele des Werksteams. Und für Meeke kam das Erfolgserlebnis vor seiner Heimrallye in Großbritannien (27. bis 29. Oktober) gerade zur rechten Zeit. "Es ist schön, mit einem Sieg nach Hause zu fahren, schön für das Selbstvertrauen. Ich habe in Deutschland einen dummen Fehler gemacht, daher ist es gut, jetzt mit einem Sieg nach Hause zu fahren", so Meeke. "Das ist ein guter Motivationsschub für das ganze Team."

Zudem war der Sieg die Bestätigung, dass die Mannschaft mit dem C3 WRC auf dem richtigen Weg ist. "Die Medien haben sich zwar daran abgearbeitet, aber grundsätzlich war mit dem Auto nichts falsch", meint Meeke. "Wir hatten ein paar mechanische Probleme und ich habe mehr Fehler gemacht, als ich eigentlich hätte machen sollen, aber jeder Fahrer hat dasselbe über das Auto gesagt. Wir müssen aber am Ball bleiben und dafür sorgen, dass wir ein Auto haben, dass bei allen Rallyes der Meisterschaft funktioniert."

Ins gleiche Horn stößt auch Teamchef Yves Matton. "Wir werden unseren Plan weiter verfolgen. Diesen Sieg einzufahren, ist für die Motivation aller wichtig und zeigt, was das Team drauf hat. Für Kris und Paul war es ein wichtiges Wochenende, ihr Ansatz auf Schotter war genau richtig. Auf Asphalt wussten wir, dass wir eine Chance haben, und er hat einen ordentlichen Job gemacht und alles im Griff", lobt der Teamchef seinen Piloten.

© Motorsport-Total.com

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