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Elfyn Evans schätzt seine Chancen in Australien realistisch ein
Elfyn Evans schätzt seine Chancen in Australien realistisch ein © Sutton

Wales-Sieger Elfyn Evans glaubt nicht, dass er in der Hitze Australiens mit seinen weichen DMACK-Reifen um den Sieg mitfahren kann

Elfyn Evans tanzt vor der Rallye Australien, dem Saisonfinale der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2017, den Regentanz. Nur bei tropischen Wolkenbrüchen glaubt der Waliser, dass er seinem Premierensieg in der WRC bei der Rallye Großbritannien gleich einen zweiten Triumph folgen lassen kann. "Wenn ein Monsun in der Gegend wäre, würde ein leichter. Bei nassen und feuchten Bedingungen funktionieren unsere Reifen richtig gut, wir man in Wales gesehen hat", sagt Evans.

In den Wäldern seiner walisischen Heimat waren die weicheren DMACK-Reifen, mit denen in der WRC nur Evans fährt, den Pneus von Michelin überlegen und verhalfen ihm zu seinem ersten WRC-Sieg. Im sommerlich warmen Australien hingegen dürfte sich dieser Vorteil nach Einschätzung von Evans in einen Nachteil verwandeln.

"Wir mussten für die letzten drei Rallyes der Meisterschaft eine Entscheidung treffen, und es ist ein offenes Geheimnis, dass wir mit Blick auf die Rallye GB den weichen Reifen gewählt haben", sagt er. Für die Rallye Australien sind an diesem Wochenende zwar auch Regenschauer vorhergesagt, allerdings sollen die Temperaturen rund um Coffs Harbour nicht unter 20 Grad Celsius sinken. Das dürfte den DMACK-Reifen zu warm sein.

Dementsprechend gering sind Evans Erwartungen vor dem Saisonfinale. "Bei der Rallye Australien könnte es vor allem darum gehen, weitere Daten über den Reifen zu sammeln, ins Ziel zu kommen und uns so gut wie möglich zu schlagen", sagt er. "Ich erwarte, dass unsere Performance ähnlich wie in Spanien sein wird." Dort war Evans auf Rang sieben ins Ziel gekommen. "In einigen Bereichen sollten wir nicht meilenweit entfernt sein."

Evans hat in Australien theoretisch noch die Chance, Jari-Matti Latvala von WM-Rang vier zu verdrängen, müsste dazu aber 19 Punkte auf den Toyota-Piloten gutmachen. Von hinten droht im keine Gefahr, da der sechstplatzierte Dani Sordo (Hyundai) nicht in Australien starten wird.

© Motorsport-Total.com

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