vergrößernverkleinern
Thomas Bach war von 2006 bis 2013 Präsident des DOSB
Thomas Bach war von 2006 bis 2013 Präsident des DOSB © getty

IOC-Präsident Thomas Bach sieht bei einer deutschen Doppel-Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 und die EURO 2024 "kein Konfliktpotenzial".

Es bestehe "kein Zweifel, dass Deutschland als großes Sportland beide Ereignisse hervorragend organisieren könnte", sagte der deutsche Boss des Internationalen Olympischen Komitees am Rande des Camp Beckenbauer in Kitzbühel.

Für die Austragung der Fußball-EM stehe die Infrastruktur, sagte Bach: "Die Stadien sind dank der grandiosen WM 2006 auf dem besten Stand in ganz Europa. Es wären keine nennenswerten Maßnahmen in der Infrastruktur erforderlich."

Fraglich wäre somit nur der "Austragungszeitraum - da müsste man sehen, was die deutsche Bewerbung (für die Olympischen Spiele, d. Red.) dem IOC vorschlägt", sagte der 60 Jahre alte ehemalige Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB): "Da wäre ein gewisser zeitlicher Abstand sicherlich hilfreich."

Zu den am Montag in Berlin und Hamburg vorgestellten Olympia-Konzepten äußerte sich Bach zurückhaltend.

"Ich kenne die beiden Konzepte nicht, das ist eine Entscheidung des DOSB, da habe ich keinen Rat zu haben, außer zu sagen, dass ich mich über eine deutsche Bewerbung sehr freuen würde und über das Interesse sehr freue - nicht nur in den Städten sondern darüber hinaus", sagte er.

Der Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte zuletzt deutlich sein Interesse für die Austragung der EM 2024 bekundet. Möglich ist, dass der DFB seine Bewerbung für das Finalpaket der paneuropäischen EURO 2020 zugunsten einer "kompletten" Endrunde zurückzieht.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) verkündet am 19. September die 13 Austragungsorte für das Turnier in sechs Jahren.

SPORT1 für unterwegs - Die SPORT1-App

teilentwitternsammelnE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel