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Alfons Hörmann kann sich die Olympischen Spiele in Berlin gut vorstellen
Alfons Hörmann kann sich die Olympischen Spiele in Berlin gut vorstellen © getty

DOSB-Präsident Alfons Hörmann (54) räumt Hamburg im Kopf-an-Kopf-Rennen mit Berlin gute Chancen für die Bewerbung um Olympische Spiele 2024 oder 2028 ein.

Die Hansestadt, das "Tor zur Welt" mit "Tradition als Kaufmanns-Stadt", habe sich über die Jahrhunderte wichtige wirtschaftliche Verbindungen in der ganzen Welt aufgebaut. "Das ist ein ganz entscheidendes Pfund, das viele unterschätzen", sagte Hörmann der "Sport Bild".

Besonders die Lage am Wasser sei eine "Faszination", wenn man sie gut in das Konzept integriere.

Aber auch Berlin als zweiter deutscher Bewerber um die Olympischen Sommerspiele habe gute Chancen.

Der Hauptstadt-Bonus und die erfolgreichen großen Sport-Events der Vergangenheit sprächen, so Hörmann, für die 3,5-Millionen-Einwohner-Metropole.

"Die Bilder der Fanmeilen vor dem Brandenburger Tor sind als eindrucksvolle Demonstration deutscher Sportbegeisterung um die Welt gegangen", sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes und erinnert an das Finale der Fußball-WM 2006 in Berlin.

"Was Olympia angeht, so sind beide Städte erkennbar in der Lage, Sommerspiele auszurichten", sagte der 54-Jährige.

Beide Konzepte werde man in Ruhe prüfen und dann entscheiden, ob die Bewerbung mit Hamburg oder Berlin angegangen werden soll.

Ein Super-Sportjahr 2024 mit Fußball-EM und Olympischen Sommerspielen in Deutschland hält Hörmann nicht für problematisch.

Das sehe er nicht als Hürde an. "Alle sind der Meinung, dass ein Land wie Deutschland das sehr wohl erfolgreich stemmen kann", sagte Hörmann. Es müsste lediglich ein zeitlicher Abstand von fünf bis sechs Wochen dazwischen liegen, "um die beiden Großveranstaltungen auch medial professionell zu präsentieren".

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