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Michael Neumann, Senator für Inneres in Hamburg, im Gespräch mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann

Hamburg sieht sich im Kopf-an-Kopf-Rennen um die Olympischen Spiele 2024 oder 2028 als gleichstarker Konkurrent für Berlin.

Innensenator Michael Neumann erklärte am Mittwoch auf dem Sponsors Sports Venue Summit in der Hansestadt, dass Hamburg "auf Augenhöhe" mit der Hauptstadt sei.

Die deutsche Bevölkerung bevorzugt derzeit eher Berlin (30 Prozent) als Hamburg (28 Prozent), dies hatte eine bundesweite Umfrage des Wirtschaftsmagazins Sponsors ergeben. Dabei sprachen sich 74 Prozent der Befragten für eine deutsche Bewerbung aus.

Dass seine Stadt in der Gunst der Bevölkerung hinter Berlin liegt, ist für Neumann keine Überraschung. "Hamburg ist eine Second City", sagte Neumann, "ich hätte Berlin als Bundeshauptstadt sogar noch weiter vorne gesehen", sagte er in der Handelskammer Hamburg.

Abgerechnet wird aus Neumanns Sicht ohnehin am Ende: "Ich war jahrelang in der Opposition und am Ende haben wir trotzdem die Wahl gewonnen."

Neumann räumte auf dem Sports Venue Summit mit in den Medien kursierenden Kostenschätzungen auf und hofft auf die Unterstützung der regionalen Wirtschaft. Die derzeit kursierenden Kostenschätzungen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für Olympische Spiele in Hamburg bezeichnete Neumann als "nicht valide".

"Wir werden ein Gutachten in Auftrag geben, wenn sich der DOSB für Hamburg entschieden hat", stellte Neumann klar. Und dieses Gutachten soll dann auch den Hamburger Bürgern vorgelegt werden, die über eine Olympia-Bewerbung der Hansestadt entscheiden sollen.

Neumann rechnet dabei mit einer "breiten Unterstützung" der Hamburger Bevölkerung: "Wir müssen die vielen Fragen seitens der Bevölkerung ernst nehmen und gute Antworten abgeben. Wenn uns das gelingt, glaube ich, dass wir eine 70-prozentige Zustimmung bekommen können."

Neumann bekräftigte, dass Hamburg die Kosten von 50 Millionen Euro für eine Olympia-Bewerbung dazu geben werde. Gleichzeitig baut er aber auch auf die Bereitschaft der Hamburger Wirtschaft, "sodass wir die 50 Millionen vielleicht gar nicht auszugeben brauchen".

Dazu sagte Fritz-Horst Melsheimer, Präses der Handelskammer Hamburg: "Ich werde dafür sorgen, dass sich die Hamburger Wirtschaft an der Bewerbung beteiligt."

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