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Thomas Bach ruft zu Dialog und Frieden in Krisenregionen auf
Für IOC-Präsident Thomas Bach gestaltet sich die Kandidatenwahl für den Olympia-Gastgeber 2022 schwierig

Die Bewerbung von Norwegens Hauptstadt Oslo für die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2022 ist gescheitert.

Am Mittwoch entschied sich die Regierung um Ministerpräsidentin Erna Solberg dagegen, die für eine Bewerbung nötige Summe an Staatsgarantien von umgerechnet mindestens 3,04 Milliarden Euro bereitzustellen.

Damit verbleiben als Bewerber nur noch Almaty in Kasachstan und Chinas Hauptstadt Peking.

Die Entscheidung des norwegischen Koalitionsbündnisses überraschte, zumal Oslo als Bewerberstadt einen Tag zuvor noch Rückendeckung aus der Bevölkerung erhalten hatte.

Einer Umfrage der Tageszeitung "Dagbladet" zufolge hatte es erstmals seit einem Jahr wieder eine Mehrheit für eine Bewerbung gegeben - allerdings in abgespeckter Form und mit Nutzung bestehender Sportstätten in Lillehammer.

Demzufolge würden 53 Prozent der Befragten die "billigeren" Spiele in Oslo unterstützen. 41 blieben bei ihrem Nein.

Die Kandidatenwahl für den Olympia-Gastgeber von 2022 entwickelt sich für das Internationale Olympische Komitee (IOC) und dessen deutschen Präsidenten Thomas Bach immer mehr zum Politikum.

Nachdem bereits die Schweizer Region Graubünden, München und Stockholm im Vorfeld wegen der hohen Kosten zurückgezogen hatten, war Oslo der einzige Vertreter eines traditionellen Wintersportortes.

Bereits für die Winterspiele 2014 im russischen Sotschi und 2018 in Pyeongchang in Südkorea wurden und werden enorme Kosten aufgewendet, um neue Wintersportgebiete zu entwickeln.

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