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Michael Neumann, Senator für Inneres in Hamburg, im Gespräch mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann

Die zahlreichen geopolitischen Krisen drücken hierzulande offenbar erheblich auf die Olympia-Begeisterung.

Nur noch 58 Prozent der Bundesbürger sprachen sich für eine deutsche Bewerbung um die Sommerspiele 2024 aus, 36 Prozent beantworteten die entsprechende Frage mit nein.

Dies ergab eine repräsentative Umfrage durch das Nürnberger Meinungsforschungsinstitut puls.

Bei den vergangenen Befragungen im April und September dieses Jahres hatten sich noch jeweils 75 Prozent für eine deutsche Olympia-Bewerbung ausgesprochen.

Bei denen, die Olympia in Deutschland haben wollen, liegt Berlin in der Gunst der beiden möglichen Kandidaten bundesweit deutlich vorn. 60 Prozent der Befragten sehen die Hauptstadt als den besser geeigneten Ausrichter an, nur 34 Prozent votierten für die Hansestadt.

Die Akzeptanz Berlins steigt damit weiter, im April waren es 48, im September 57 Prozent.

Noch ist unklar, ob der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen deutschen Kandidaten ins Rennen schicken wird. Der DOSB will nach einer Präsidiumssitzung am 28. Oktober über die weitere Vorgehensweise informieren.

Eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Bewerbung und einen möglichen Bewerber soll noch nicht auf der DOSB-Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Dresden. Im ersten Halbjahr 2015 soll laut DOSB-Präsident Alfons Hörmann klar sein, ob man mit einer der beiden Städte für 2024 ins Rennen geht und wenn ja, mit welcher.

Grundsätzlich steht Alfons Hörmann einer deutschen Olympia-Bewerbung trotz der vielen politischen Krisen überaus positiv entgegen. "Wer, wenn nicht wir, und wann, wenn nicht jetzt? ", hatte der 53-Jährige jüngst in einem Redaktionsgespräch mit dem SID erklärt.

Es sei seine große Überzeugung, "dass gerade ein politisch und wirtschaftlich so stabiles Land wie Deutschland ein deutliches Signal setzen und sagen sollte: Ja, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, ein solches Thema anzugehen", so Hörmann.

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