vergrößernverkleinern
Thomas Bach war von 2006 bis 2013 Präsident des DOSB

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat den Vorstoß des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) begrüßt, eine Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 oder möglicherweise 2028 vorzubereiten.

"Es gibt keinen Zweifel daran, dass Deutschland eine starke Bewerbung präsentieren wird, egal welche Stadt am Ende als Kandidat auftreten wird", teilte eine IOC-Sprecherin mit.

International genieße Deutschland als Gastgeber von Großveranstaltungen einen sehr guten Ruf. "Die Welt des Sports weiß, dass Deutschland nicht nur exzellent organisieren kann, sondern auch eine wundervolle Atmosphäre für Sportler und Fans kreieren wird", hieß es.

Am Dienstag hatte sich das Präsidium des DOSB für eine Bewerbung um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2024 und gegebenenfalls auch 2028 mit Berlin oder Hamburg ausgesprochen.

Einen entsprechenden Beschlussvorschlag bringt das Präsidium in die DOSB-Mitgliederversammlung am 6. Dezember 2014 in Dresden ein.

Die Entscheidung über die deutsche Bewerberstadt zwischen Berlin und Hamburg fällt auf einer außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung am 21. März 2015. Im Anschluss wird es in der Sieger-Stadt einen Bürgerentscheid geben. Bis Ende des Jahres muss der DOSB seinen Antrag auf den Status einer Kandidaten-Stadt beim IOC stellen. Die Spiele 2024 werden am 15. September 2017 durch das IOC vergeben.

Die Olympia-Gegner indes halten von den DOSB-Plänen wenig. Vor allem aus Berlin hagelte es Kritik. "Berlin braucht vieles, aber keine Ausrichtung Olympischer Spiele. DOSB und Senat stehen schon jetzt ohne Kleider da. Der Kaiser ist nackt!", teilte das Bündnis NOlympia Berlin mit.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel