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Michael Neumann, Senator für Inneres in Hamburg, im Gespräch mit DOSB-Präsident Alfons Hörmann

Der Sportökonom Wolfgang Maennig befürwortet in der Diskussion um die Kosten für Olympische Spiele in Deutschland eine alleinige Finanzierungen durch die Privatwirtschaft.

"Ich bin überzeugt, dass ein Olympia möglich ist, bei dem Bewerbung und auch die Spiele selbst kein öffentliches Geld kosten", sagte der Ruder-Olympiasieger von 1988 der Zeitung Neues Deutschland: "Ich denke, eine deutsche Bewerbung mit Nullbelastung öffentlicher Haushalte könnte im Konzert der aktuellen Millionen-Kampagnen echten Enthusiasmus auslösen."

Dazu bedürfe es vor allem der Gewinnung starker regionaler Sponsoren und der Mobilisierung eines breit gefächerten ehrenamtlichen Engagements.

"Mir ist klar, dass als erste Reaktion vielfach kommen wird: Geht nicht! Ich sage: Wir kriegen das hin!" Vor allem mit Hinblick auf das derzeitige Reformbestreben im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sei dieser Ansatz erfolgsversprechend.

Zudem forderte Maennig eine stärkere Mobilisierung der Bevölkerung.

"Ohne Unterstützung der Mehrheit der Hauptstädter und der Deutschen generell kann man das Ganze gleich lassen. Olympia in Berlin aber, das muss ich kritisch feststellen, ist überhaupt noch kein Stadtthema. Wir müssen die Bevölkerung massiv hinter uns bringen und dafür erst einmal richtig ins Gespräch kommen", sagt er: "Kritiker, Zweifler, Unsichere aufs Podium holen, deren Meinung und Vorschläge hören, wie ihrer Ansicht nach Olympia aussehen sollte, damit sie Ja sagen. Das muss ganz oben auf der Agenda stehen."

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