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Die Olympischen Spiele in Rio könnten extrem teuer werden
Die ersten olympischen Spiele der Neuzeit fanden 1896 statt © imago

Der Kosovo wird 2016 in Rio de Janeiro mit einer eigenen Mannschaft an Olympischen Spielen teilnehmen.

Das Internationale Olympischen Komitees (IOC) erkannte das südosteuropäische Land am Dienstag als 205. Vollmitglied offiziell an. "Das ist ein großer Tag für uns, heute beginnt eine neue Ära", sagte Besim Hasani, Präsident des nationalen Olympischen Komitees des Landes.

"Jetzt kann der Kosovo mit der Vorbereitung auf Rio beginnen", sagte IOC-Präsident Thomas Bach nach der einstimmigen Entscheidung. Der Kosovo hatte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt. Laut Bach habe Serbien die Entscheidung des IOC "im Interesse der Athleten" akzeptiert.

Serbiens Außenminister Ivica Dacic bezeichnete die Entscheidung am Dienstag allerdings als "inakzeptabel".

"Das widerspricht der olympischen Charta", derzufolge ein neues Mitglied "ein unabhängiger, von der gesamten internationalen Gemeinschaft anerkannter Staat" sein müsse, sagte Dacic in Belgrad. Der Kosovo mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern war Ende Oktober von 108 der 198 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UN) anerkannt.

Dem NOK des Kosovo gehören 30 nationale Sportverbände an, darunter befinden sich 13 olympische Sportarten: Bogenschießen, Boxen, Curling, Gewichtheben, Handball, Judo, Moderner Fünfkampf, Ringen, Segeln, Skisport, Taekwondo, Tischtennis und Turnen.

Der Fußball-Weltverband FIFA erlaubt Freundschaftsspiele, jedoch keine Teilnahme an internationalen Wettbewerben.

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