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2014 Winter Olympic Games - Closing Ceremony-Olympische Flagge
Neben Boston wollen sich auch zahlreiche andere Städte um Olympia 2024 bewerben © Getty Images

Der Rückhalt für die Bostoner Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2024 schwindet. Laut der jüngsten Umfrage des Radiosenders WBUR aus dem US-Bundesstaat Massachussetts sind nur noch 44 Prozent der Einwohner Bostons und des Großraums für Olympia in ihrer Stadt, mit 46 Prozent ist die Anzahl der Olympia-Gegner erstmals größer.

Bei der Befragung im Januar dieses Jahres hatten sich noch 51 Prozent für die Ausrichtung der Spiele und nur 33 Prozent dagegen ausgesprochen. Als schädlich für die Bewerbung hat sich offensichtlich die Verpflichtung von Deval Patrick als globaler Botschafter der Kampagne ausgewirkt.

Widerstand machte sich gegen dessen Bezahlung breit. Der frühere Gouverneur von Massachussetts kassiert dafür rund 7000 Euro pro Tag. Beim Nationalen Olympischen Komitee der USA USOC halten sich die Sorgen angesichts der neuen Zahlen allerdings in Grenzen.

"Wir wünschen uns solche Zahlen natürlich nicht", sagte USOC-Geschäftsführer Scott Blackmun dem Branchendienst insidethegames.biz, machte aber deutlich: "Viel wichtiger ist es, dass die Zahl der Befürworter in zweieinhalb Jahren höher ist."

In Boston leben 650.000 Einwohner, im Großraum sind es mehr als 4,5 Millionen. Anfang Januar hatte das USOC bekannt gegeben, dass es mit Boston ins Rennen um die Spiele 2024 gehen wird. Die Stadt an der Ostküste, die sich gegen die nationalen Konkurrenten Los Angeles, San Francisco und Washington D.C. durchgesetzt hatte, ist damit ein Rivale der deutschen Bewerbung, um die sich Berlin und Hamburg bemühen.

Der Deutsche Olympische Sportbund wird am Samstag in der Frankfurter Paulskirche über seine Bewerberstadt entscheiden.

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