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Rio 2016 Olympic Games Venues Construction in Progress
In Rio laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren - wo finden die nächsten Spiele statt? © Getty Images

43 Vertreter aus Sport, Politik und Zivilgesellschaft werden das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Montag zur Erarbeitung eines Vorschlages für die Bewerberstadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2024/28 beraten.

Das gab der DOSB am Samstag bekannt.

Der Dachverband hatte die Gästeliste lange geheim gehalten, um Beeinflussungen vorzubeugen.

Der Einladung gefolgt sind unter anderem DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, Willi Lemke, der UN-Sonderbebeauftragte für Sport, Sylvia Schenk (Transparency Deutschland), IOC-Ehrenmitglied Walther Tröger, sowie Vertreter aus sämtlichen Parteien und Fraktionen außer Bündnis 90/Die Grünen, der Gewerkschaften, der Kirchen und aus den Medien. 

Die Sitzung mit den Experten beginnt am Montag um 10 Uhr beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Die für Sport zuständigen Senatoren von Berlin und Hamburg, Frank Henkel und Michael Neumann, werden zusammen mit ihren Delegationen den Experten sowie dem DOSB-Präsidium und dem DOSB-Vorstand die Konzeptentwürfe ihrer beiden Städte präsentieren.

Anschließend gibt es Fragen und Antworten gemeinsam mit den beiden Delegationen, ehe die Teilnehmer des Expertengesprächs in Abwesenheit der Delegationen weiter diskutieren.

Die Experten sollen das DOSB-Präsidium beraten, bevor es ab 15 Uhr seinen Vorschlag an die Mitgliederversammlung des DOSB über die deutsche Bewerberstadt für Olympische und Paralympische Spiele 2024/28 erarbeitet.

Dieser soll um 19 Uhr in einer Pressekonferenz vorgestellt und bei einer Außerordentlichen Mitgliederversammlung am Samstag, 21. März 2015, in der Frankfurter Paulskirche zur Abstimmung gestellt werden.

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen hat ihre Teilnahme am Expertengespräch abgesagt. Die Partei warf dem DOSB vor, Nachhaltigkeit, Transparenz und finanzielle Solidität wie auch echte und frühzeitige Bürgerbeteiligung im Rahmen der geplanten Olympiabewerbung nicht ausreichend sicherzustellen.

Eine Reihe von Eingeladenen hat nach DOSB-Angaben aus unterschiedlichen Gründen abgesagt, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz, der Deutsche Städtetag, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Zentralrat der Juden.

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