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DOSB-Präsident Alfons Hörmann will eine neue Initiative starten
Alfons Hörmann hatte wegen eines Verstoßes gegen das Kartellrecht einen Bußgeldbescheid über 150.000 Euro erhalten © Getty Images

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hat seinen Einspruch gegen den Bußgeldbescheid des Bundeskartellamtes zurückgezogen und entgeht somit einem Gerichtsprozess.

"Die zwischenzeitlichen Entwicklungen haben es für mich nun richtig erscheinen lassen, den Einspruch gegen den mich betreffenden Bußgeldbescheid zurückzunehmen", schrieb Hörmann in einem Brief an die Mitglieder des Deutschen Olympischen Sportbundes.

Er sei "erleichtert, dass das Verfahren damit für mich beendet ist, andererseits geht mir damit die Chance verloren, die damaligen Vorgänge unter meiner Mitwirkung gerichtlich klären zu lassen, was ich bedaure". Der erste Verhandlungstag vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf war für den kommenden Montag angesetzt worden.

Mit der Lösung außerhalb des Gerichtsaales könne er sich "nun weiter voll auf die Arbeit auch im DOSB und damit auf die Entwicklung der Olympiabewerbung konzentrieren", sagte Hörmann der FAZ, denn: "Einen DOSB-Präsidenten vor Gericht wird es nicht geben."

Hörmann hatte wegen eines Verstoßes gegen das Kartellrecht einen Bußgeldbescheid über 150.000 Euro erhalten. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Creaton AG, eines Unternehmens aus der Tondachziegelbranche, hatte die Vorwürfe der Kartellbehörden, an illegalen Preisabsprachen beteiligt gewesen zu sein, stets bestritten.

"Ich bleibe dabei, dass es keine Kartellabsprache im eigentliche Sinne gegeben hat. Ich habe mich wohl im Grenzbereich bewegt und muss bei selbstkritischer Betrachtung einen Fehler eingestehen", erklärte Hörmann: "In die Sportsprache übersetzt würde ich sagen, dass ich gegrätscht habe und dann die Gelbe Karte bekam. Ich habe daraus gelernt."

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