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Michael Vesper
Michael Vesper ist Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) © Getty Images

Michael Vesper sorgt sich nach der Vergabe der Olympia-TV-Rechte von 2018 bis 2024 an das US-Unternehmen Discovery und dessen Tochter Eurosport nicht darum, dass der olympische Sport in Deutschland gegenüber "König" Fußball an Stellenwert verlieren könnte.

"Ich teile diese Befürchtung nicht", sagte der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) unmissverständlich. Die bisherigen Rechteinhaber ARD und ZDF waren bei den Verhandlungen leer ausgegangen.

Vesper ist vielmehr davon überzeugt, dass die beiden öffentlich-rechtlichen Anstalten auch künftig von Olympia berichten werden: "Es wird aus meiner Sicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu Sublizenzierungen kommen mit den starken Fernsehsendern, nicht nur in Deutschland."

Vesper hofft jedenfalls auf eine solche Entwicklung. "Wir haben immer gut mit ARD und ZDF bei Olympischen Spielen und zwischen den Spielen zusammengearbeitet. Es ist wichtig, dass der olympische Sport auch da eine Plattform erhält, vielleicht sogar noch eine größere Plattform bekommt", so der 63-Jährige, "insofern gehen wir davon aus, dass es jetzt zu Verhandlungen der Sender mit Discovery kommt. Ich hoffe, dass es da zu einer Vereinbarung kommt."

Für Vesper beinhaltet der 1,3 Milliarden Euro schwere Deal mit dem US-Unternehmen sogar neue Möglichkeiten. "Es gibt durchaus die Chance, dass das Angebot breiter wird und eben nicht nur im klassischen Fernsehen zu sehen sein wird, sondern auch auf Internetportalen und anderen Plattformen, die ja gerade von jungen Leuten immer mehr genutzt werden", sagte der einstige Grünen-Politiker.

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