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Das Olympiastadion in Tokio wird teurer als erwartet
Das Olympiastadion in Tokio wird teurer als erwartet © dpa Picture Alliance

Das futuristische Olympiastadion für die Spiele 2020 in Tokio wird viel teurer als zunächst veranschlagt. Nun hofft die japanische Regierung auf Hilfe von privater Seite.

Das futuristische Olympiastadion für die Sommerspiele 2020 in Tokio wird die gewaltige Summe von zwei Milliarden Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro) kosten.

Dies teilte der japanische Sportminister Hakubun Shimomura am Montag mit. Die ursprünglich erwartete Summe war 650 Millionen Euro niedriger gewesen.

Der Bau der Arena, entworfen von der Star-Architektin Zaha Hadid, soll im Oktober beginnen. Die Fertigstellung ist für Mai 2019 geplant. Das Fassungsvermögen soll um 15.000 auf 65.000 Zuschauer verringert werden.

"Die Kosten sind auf 252 Milliarden Yen gestiegen. Wir hoffen, dass wir 20 Milliarden von privater Seite erhalten, damit die Belastung für die Steuerzahler im Rahmen bleibt", sagte Shimomura. Der Neubau entsteht an der Stelle, wo das 1958 eröffnete alte Olympiastadion stand. Der Hauptaustragungsort der Spiele 1964 wurde abgerissen.

Um die Kosten für den Bau des Olympiastadions ist in der japanischen Hauptstadt ein heftiger Streit entbrannt. Nachdem Minister Shimomura die Präfektur und die Stadt Tokio aufgefordert hatte, sich zu fast einem Drittel an den Kosten zu beteiligen, schimpfte Tokios Gouverneur Yoichi Masuzoe: "Die plötzliche Forderung nach über 400 Millionen Dollar ist ein unverantwortliches Verhalten der Regierung."

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