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Thomas Bach gewann im Jahr 1976 Gold bei den Olympischen Spielen © Getty Images

Präsident Thomas Bach hat am Donnerstag in Kuala Lumpur die 128. IOC-Session eröffnet und dabei auch deutliche Worte an den Fußball-Weltverband FIFA gerichtet.

"Es sind schwierige Zeiten im Sport, wie uns die letzten Vorkommnisse bei einer anderen Sportorganisation allzu deutlich gezeigt haben", sagte der 61-Jährige bei seiner Rede: "Wir leben in einer Welt, die wenig als selbstverständlich hinnimmt. Die Menschen heutzutage fordern mehr Transparenz und wollen konkrete Schritte und Resultate sehen, wie wir unsere Werte und unsere Verantwortung leben. Wir müssen zeigen, dass wir nicht nur reden, sondern uns auch bewegen."

Bach lobte dabei die Anstrengungen des IOC in den vergangenen 15 Jahren. Ende der 1990er-Jahre hatte die Organisation im Zuge der Vergabe der Winterspiele 2002 an Salt Lake City selbst mit einem Korruptionsskandal zu kämpfen.

"Wir wissen genau, wie lange es dauert, um Glaubwürdigkeit wiederherzustellen", sagte Bach: "Das Einführen von Änderungen war kein einfacher Prozess. Aber wir sehen, wie lebenswichtig diese Reformen für uns waren."

Der Fecht-Olympiasieger von 1976 ging bei seiner Rede auch auf die immer wiederkehrende Kritik zum Thema Menschenrechte bei der Vergabe von Großereignissen ein. Man habe diese Themen mit einer Vielzahl von Organisationen diskutiert, betonte Bach.

"Unsere Verantwortung ist, dass die Prinzipien der Olympischen Charta im Kontext der Olympischen Spiele vollständig respektiert werden müssen", sagte er: "Dies beinhaltet auch Anti-Diskriminerungsregeln und das Recht, frei von den Spielen berichten zu dürfen. Außerhalb der Olympischen Spiele muss das IOC aber die Gesetze von souveränen Staaten respektieren. Das IOC ist keine Weltregierung."

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