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Peking bekommt die Olympischen Winterspiele 2022
Peking richtet nach den Sommerspielen 2008 auch die Olympischen Winterspiele 2022 aus. © Getty Images

Peking - Die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking führt in der chinesischen Hauptstadt zu großem Jubel, aber auch zu Kritik.

 Die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2022 an Peking hat in der chinesischen Hauptstadt zu großem Jubel, aber auch zu Kritik geführt.

Vor dem Olympiastadion von 2008 tanzten Darsteller in einheitlichen Polo-Shirts, schwenkten die chinesische Flagge und hielten das Bewerbungs-Logo in die Höhe.

"Ich bin unheimlich aufgeregt. Das ist Chinas Stolz", sagte Zhang Hong, Eisschnelllauf-Olympiasiegerin von Sotschi 2014.

Kritiker sprechen von Propaganda

"Die Propaganda-Maschine ist angeworfen, aber wohl niemand hat bei den normalen chinesischen Menschen nachgefragt, was sie davon denken", sagte der Historiker Xu Guoqi der Nachrichtenagentur AFP:

"Das IOC hat eine Entscheidung getroffen und denkt, es ist damit auf der sicheren Seite. Es hat sich für Peking entschieden, weil es weiß, dass die Stadt die Spiele abliefern wird."

 Auch Susan Brownell, Gastdozentin für Sinologie an der Universität Heidelberg, sieht in Pekings Erfahrung mit Großveranstaltungen den Grund für den Zuschlag. "Die Winterspiele sind den Leuten jedoch weit wenig wichtig als Sommerspiele", sagte die Wissenschaftlerin.

In Kuala Lumpur hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Freitag der favorisierten chinesischen Hauptstadt den Vorzug vor dem Mitbewerber Almaty/Kasachstan gegeben - wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von 44:40 Stimmen bei einer Enthaltung. 

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