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SPORT-LOISIRS-SKATEBOARD
Werden in der Halfpipe bald Olympische Medaillen vergeben? © Getty Images

Die Organisatoren der Sommerspiele 2020 in Tokio haben fünf neue Sportarten für die Aufnahme in ihr olympisches Programm empfohlen.

Die speziell eingerichtete Kommission teilte am Montag nach dem Ende der internen Beratungen in der japanischen Hauptstadt mit, dass man dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Baseball/Softball, Karate, Sportklettern, Skateboard und Surfen vorschlagen werde.

Keine Berücksichtigung fanden unter den acht verbliebenen Bewerbern Squash, Bowling und die Kampfsportart Wushu. Noch ist allerdings unklar, wie viele Sportarten das IOC am Ende zulassen wird. Diese Entscheidung wird auf der IOC-Session im kommenden Jahr am Rande der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro getroffen.

"Das IOC ist sehr glücklich, von Tokio 2020 die Vorschläge für zusätzliche Sportarten erhalten zu haben. Das ist ein weiterer Schritt für die Umsetzung der Agenda 2020, eine neue, frische und sehr spannende Annäherung an das olympische Programm", teilte IOC-Sprecher Mark Adams mit. Die Vorschläge für 2020 seien auch ein "Aufruf an die Jugend", so Adams weiter.

Der Weg für eine Erweiterung des Olympia-Programms war durch die Agenda 2020 von IOC-Präsident Thomas Bach im Dezember 2014 geebnet worden. Das bisherige Limit von 28 Sommersportarten wurde de facto aufgehoben, die Olympia-Gastgeber können Vorschläge für weitere Sportarten machen.

Eine solche Erweiterung würde zu 18 neuen Entscheidungen und etwa 500 zusätzlichen Sportlern führen. Als relativ sicher gilt zumindest die Aufnahme der in Japan populären Sportart Baseball/Softball, die als einzige der fünf empfohlenen Sportarten bereits Bestandteil des olympischen Programms war.

Das IOC hat für seine 28 Kernsportarten als Grenze eine Athletenzahl von 10.500 festgelegt. Grenzwerte für die Anzahl weiterer Sportarten und Athleten gibt es derzeit nicht.

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