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Hamburg bewirbt sich um die olympischen Sommerspiele 2024
Die Hansestadt Hamburg bewirbt sich offiziell für die Olympischen Spiele 2024 © Getty Images

Jetzt ist es offiziell. Hamburg bekommt im Kampf um Olympia 2024 vier Konkurrenten. Und die haben es in sich: die Mitbewerber zählen zu den schönsten Metropolen der Welt.

Hamburg tritt im Rennen um die Olympischen Spiele 2024 gegen Paris, Los Angeles, Rom und Budapest an.

Das offizielle Kandidatenfeld gab IOC-Präsident Thomas Bach am Mittwochmorgen bekannt, nachdem um Mitternacht die Bewerbungsfrist abgelaufen war.

"Wir freuen uns auf einen faszinierenden Wettstreit zwischen hervorragenden Kandidaten. Dieses Bewerber-Feld spiegelt die Ziele der Agenda 2020 wider", sagte Bach und sprach von einem "viel transparenteren Prozess".

Keine Last-Minute-Bewerbung

Ab sofort müssten die Städte "eine authentische Bewerbung" erarbeiten: "Die Agenda 2020 lädt die Städte ein, uns zu präsentieren, wie sie Olympische Spiele am besten ausrichten können. Jetzt sitzen die Städte im Fahrersitz."

Eine Last-Minute-Bewerbung gab es nicht. Die aserbaidschanische Hauptstadt Baku hatte Interesse an einer Bewerbung, entschied sich aber nach Rücksprache mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), für 2024 noch nicht zu kandidieren.

Das IOC wird in diesem Bewerbungsverfahren nicht mehr wie zuletzt üblich eine Vorauswahl treffen. Sämtliche Kandidaten können sich im September 2017, wenn in Lima/Peru die IOC-Vollversammlung die Entscheidung über den Ausrichter trifft, zur Wahl stellen. Hamburg wird dies nur tun, wenn ein Bürgerreferendum am 29. November ein positives Ergebnis bringt.

Bach macht Hamburg Mut

Bach betonte erneut, dass auch die wahrscheinliche Ausrichtung der EM 2024 in Deutschland keinen negativen Einfluss auf die Hamburger Bewerbung habe. EM und Sommerspiele innerhalb weniger Wochen sei "definitiv möglich", sagte Bach: "Die Veranstaltungen beeinflussen sich nicht, und niemand hat Zweifel an der Organisationsfähigkeit der Deutschen."

Indirekt machte Bach der Hansestadt Mut für den Kampf mit den größeren und strahlkräftigeren Städten wie den Favoriten Paris und Los Angeles oder auch Rom. Auch kleinere Städten hätten eine gute Chance, "wenn sie kreative Lösungen erarbeiten und eine Vision von der Zukunft ihrer Stadt nach den Olympischen Spielen haben".

1,5 Milliarden Euro für den Ausrichter

Dass Hamburg nach jetzigem Stand als einzige Bewerberstadt ein Referendum durchführen lässt, sieht Bach ebenfalls nicht als Malus. "Wir wollen die Athleten nur in Städte schicken, in denen sie willkommen sind. Wie die Städte zeigen, dass dies gegeben ist, liegt ganz an ihnen."

Das IOC wird die siegreiche Stadt mit 1,7 Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) bei der Ausrichtung der Spiele 2022 unterstützen, so viel wie noch nie zuvor. Rio de Janeiro, Ausrichter der Sommerspiele im kommenden Jahr, erhält 1,5 Milliarden Dollar (1,32 Milliarden Euro).

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