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Willi Lemke spricht
Willi Lemke ist UN-Sportsonderbeauftragter © Getty Images

Der UN-Sportsonderbeauftragte Willi Lemke macht sich Sorgen über mögliche negative Auswirkungen der Affäre um die WM 2006. Das IOC sei seineseits frei von Skandalen.

Der UN-Sportsonderbeauftragte Willi Lemke hält Folgen der Korruptionsvorwürfe gegen die Organisatoren der Fußball-WM 2006 in Deutschland für das Referendum zu Hamburgs Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 (29. November) für möglich.

"Die vielen negativen Schlagzeilen schaden dem internationalen Ansehen des Sports. Insofern ist nicht auszuschließen, dass sich diese Schlagzeilen auch negativ auf die Bürgerbefragung in Hamburg auswirken", sagte Lemke der Rheinischen Post.

Bereits das Aus für Münchens Olympia-Bewerbung um die Winterspiele 2022 durch eine Bürgerbefragung war von Experten und Beobachtern auch als Reaktion der Bevölkerung auf verschiedene Skandale bei internationalen Spitzenverbänden wie dem Fußball-Weltverband FIFA gewertet worden.

Allgemein war seinerzeit aufgrund der Berichte über Millionen-Manipulationen eine negative Grundstimmung gegenüber den internationalen Dachorganisationen konstatiert worden.

Lemke verwies mit Blick auf die Bemühungen der Hamburger Olympia-Werber um eine Zustimmung seiner Bürger um eine klare Trennlinie zwischen Missständen im Fußball und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC). "Das IOC", sagte der 69-Jährige, "ist seit Jahren frei von derartigen Skandalen."

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