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Julius Beucher ist Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes
Friedhelm Julius Beucher sieht das Olympia-Aus als vertane Chance © Getty Images

Das Nein der Hamburger zur Olympia- und Paralympics-Bewerbung für 2024 hat auch beim Deutschen Behindertensportverband (DBS) große Enttäuschung hervorgerufen.

"Für Sportdeutschland, und damit sowohl für den Leistungs- als auch für den Breitensport, war es kein guter Tag", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher.

"Angesichts der Vielzahl an guten Argumenten für Hamburg und Kiel kann ich diese Entscheidung nicht verstehen. Hier hat eine zu respektierende knappe Mehrheit Sportdeutschland um eine große Chance gebracht, in einer demokratischen Bürgergesellschaft Spiele mit Augenmaß und Nachhaltigkeit veranstalten zu können", erklärte der 69-Jährige weiter: "Aber auch das ist Demokratie. Ich hoffe, dass die aufgenommene Fahrt auf diesem guten Weg, die Leistung olympischer und paralympischer Athleten auf eine Stufe zu stellen, trotz des enttäuschenden Ergebnisses keinen Rückschlag erlebt. Der erhoffte Schwung für den olympischen und paralympischen Sport ist dadurch leider zunächst einmal gestoppt."

Beucher hatte noch am Samstag in SID-Interview das "beispiellose Nachhaltigkeitskonzept" von Hamburg gelobt und die Tatsache, dass die Hansestadt "im Gegensatz zu den anderen Kandidaten ab 2020 den öffentlichen Nahverkehr komplett barrierefrei haben wird".

Auch hatte der DBS-Präsident erklärt, dass er Olympische und Paralympische Spiele in der Bewerberstadt Budapest für nicht akzeptabel halte: "Ich kann mir ohne Wenn und Aber nicht vorstellen, dass in Budapest 2024 die Jugend der Welt empfangen wird, wo heute Menschen, die um Leib und Leben fürchten und fliehen mit Tränengas und Stacheldraht empfangen werden."

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