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Alfons Hörmann ist Präsident des DOSB
Alfons Hörmann ist Präsident des DOSB © Getty Images

Alfons Hörmann beschwört den Sport nach dem abgesagten Länderspiel in Hannover, dem Terror die Stirn zu bieten.

Zugleich hofft der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), dass die Vorkommnisse das Olympia-Referendum in Hamburg nicht negativ beeinflussen.

"Hoffentlich nicht, denn das wäre ein Sieg des Terrorismus", sagte der 55-Jährige auf die Frage, ob die Vorkommnisse vom Dienstagabend negativen Einfluss auf die entscheidende Abstimmung in Hamburg nehmen könnten. Er hofft sogar auf einen gegenteiligen Effekt.

"Gerade die olympische Idee trägt zur Völkerverständigung bei. Wann, wenn nicht in diesen Zeiten, ist es wichtig, Menschen aus aller Welt, über alle Religionen, über alle Hautfarben hinweg in einem Gedanken zu vereinen? Der olympische Gedanke setzt genau dort an", sagte er.

Unabhängig von der sich zuspitzenden Olympiafrage in der Hansestadt fordert Hörmann unmissverständlich eine konsequentes Haltung des Sports und damit eine planmäßige Durchführung aller Aktivitäten: "Was aber ganz klar ist: Absagen von Sportveranstaltungen ohne eine konkrete Gefährdungslage wären die Kapitulation vor den Verbrechern. Das darf auf keinen Fall eine Option sein."

Er erklärte aber auch hinsichtlich des Sicherheitsaspekts: "Es wäre nicht verantwortungsvoll, sich zu diesem Thema jetzt keine Sorgen und Gedanken zu machen."

Die Sicherheit rund um Sportveranstaltungen hat für Hörmann höchste Priorität.

Die Absage des Länderspiels zeige, dass die Verantwortlichen "in aller Konsequenz" handeln müssten, wenn es erforderlich sei.

Wenn es konkrete Hinweise auf eine Gefährdungslage gebe, ergänzte der DOSB-Präsident, "heißt es, losgelöst von sportlichen und wirtschaftlichen Überlegungen den Schutz der Menschen an oberste Stelle zu stellen."

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