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Maccabi Games Take Place For First Time In Berlin
Alfons Hörmann ist seit Dezember 2013 DOSB-Präsident © Getty Images

Bis zum Olympia-Referendum der Hamburger Bürger am 29. November wird keine Klarheit über die Finanzierung der Sommerspiele 2024 herrschen.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann bestätigte, dass es bis zur Abstimmung in drei Wochen keine Einigung mit dem Bund über die geplanten Zuschüsse in Höhe von 6,2 Milliarden Euro geben werde.

"Es gibt doch trotzdem einen Schulterschluss: Wenn der Bund nicht nein sagt, dann ist das für mich die schönste und klarste Form der Zustimmung, die man in einer so frühen Phase erwarten kann", sagte Hörmann am Rande der Sportkonferenz des Deutschlandfunks in Köln: "Hamburg hat gesagt, was geht, Kiel hat gesagt, was geht, und damit haben die Bürger eine klare Basis für die Abstimmung."

Somit ist denkbar, dass die Hamburger Bürgerschaft Ende November über ein Projekt abstimmt, das selbst im Falle eines positiven Referendums kurze Zeit später hinfällig werden könnte. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz hatte mehrfach betont, dass die Hansestadt nicht mehr als 1,2 Milliarden Euro zu den prognostizierten Gesamtkosten von rund 7,4 Milliarden Euro beitragen werde.

Sollte der Bund also die Zahlung von 6,2 Milliarden Euro verweigern, müsste Hamburg die Bewerbung fallen lassen. Anfang 2016 müssen die deutschen Bewerber beim Internationalen Olympischen Komitee alle Finanzgarantien hinterlegen.  

"Aus der Tatsache, dass niemand in Berlin gesagt hat: 'Vielen Dank, dass ihr uns gesagt habt, was ihr braucht', haben viele geschlossen, es gäbe Streit. Dabei ist dieser umfangreiche Prüfprozess das Normalste überhaupt", sagte Hörmann.

Das Bundesinnenministerium hatte den Finanzierungsvorschlag "zur Kenntnis genommen" und erklärt, dass eine Einigung noch nicht erreicht werden konnte. Hörmann betonte, er habe "keinerlei Zweifel an einer vernünftigen Lösung".

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