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Michael Groß wurde 1984 und 1988 Olympiasieger
Michael Groß wurde 1984 und 1988 Olympiasieger © Getty Images

Michael Groß macht sich Sorgen um die Zukunft des Olymischen Sports, dem der Untergang drohe. Eine Gemengelage habe zu Deutschlands Ablehnung gegen Hamburg 2024 geführt.

Schwimm-Olympiasieger Michael Groß hat sich nach dem Olympia-Aus von Hamburg besorgt um die Zukunft des olympischen Sports in Deutschland geäußert. Groß forderte eine Umstrukturierung des in Deutschland für den Leistungssport zuständigen Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

Der DOSB sei eine "viel zu große Organisation mit zu vielen Themen. Man bräuchte für den Leistungssport eine kleine, schlagkräftige, zentrale Einheit. Eine Art Leistungssport-Agentur, die die spezifischen Bedürfnisse von wenigen Tausend Top-Sportlern erfüllt", sagte Groß der Sport Bild und sparte nicht mit Kritik: "Aktuell ist es zum Beispiel so, dass sich die einzelnen Olympia-Stützpunkte gegenseitig die Leute abwerben. Wie absurd ist das denn?"

Der Olympiasieger von 1984 und 1988 wertete das Nein der Hamburger Bürgerschaft zu einer Bewerbung um Olympische Sommerspiele 2024 als Weckruf. "Der olympische Sport droht in Deutschland unterzugehen. Die Ergebnisse bei Olympia sind schon seit Jahren auf dem absteigenden Ast. Wenn wir so weitermachen, fallen wir im Medaillenspiegel aus den Top 10 im Sommer und Top 5 im Winter heraus", mahnte der "Albatross".

Wie Groß erklärte, habe eine Gemengelage zum negativen Bürgerentscheid in Hamburg geführt. Terror, Funktionärsskandale, Kosten, Flüchtlinge - alles habe eine Rolle gespielt. "Aber die wichtigste Botschaft ist: Die Attraktivität des olympischen Sports und die Marke Olympia sind nicht stark genug, um die Menschen zu begeistern."

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